Schüler der Kardinal-Bertram-Schule üben richtiges Verhalten beim Busfahren

„Im Bus ist er der Chef!“

Heise und Päselt Busaktion KBS
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Matthias Heise (rechst) und Hans-Jürgen Päselt erklären den Erst- und Zweitklässlern mit den Lehrerinnen Ina Kamp und Anna-Lena Heise das richtige Verhalten am und im Bus.

Sudheim – Wie man sich an den Bushaltestellen und im Schulbus verhalten sollte, übten kürzlich die Schüler der Kardinal-Bertram-Schule in Sudheim. Hintergrund der gemeinsamen Aktion von Schule, Polizei und Busunternehmen waren mehrere Vorfälle vor allem an der Bushaltestelle in Bühle. Schulleiterin Sabine Wagner stellte daher den Kontakt zur Polizei her. „72 von 133 Schülern sind Buskinder“, berichtet Wagner von der Relevanz des Themas.

Kontaktbeamter Matthias Heise und Busfahrer Hans-Jürgen Päselt von Weihrauch-Uhlendorff sprachen mit den Kindern nicht nur über das richtige Verhalten im und am Bus, sondern übten auch das geordnete Einsteigen und führten sogar eine Gefahrenbremsung mit dem Bus durch. „Wenn der Busfahrer eine Gefahrenbremsung machen muss, fliegen zum Beispiel Rucksäcke und Taschen durch die Gegend, die nicht sicher abgestellt wurden“, weiß Heise. „Deshalb gehören Rucksäcke auf den Boden zwischen eure Füße – nicht auf einen Sitzplatz und auch nicht auf euren Rücken.“ Denn den zusätzlichen Kräften, die beim Bremsen wirken, können vor allem jüngere Schüler nichts entgegensetzen. 
Päselt liegt vor allem das Verhalten an der Bushaltestelle am Herzen. „Bundesweit gibt es zu viele Unfälle dort“, bedauert er. Fahrer und Schüler können aber gemeinsam Unfälle vermeiden. „Wir alle müssen immer aufmerksam sein, wir möchten nicht, dass jemand unter den Bus kommt.“ Auch Verspätungen der Schulbusse seien nicht selten von den Schülern selbstverschuldet. „Die Klingel zum Anhalten darf nicht zum Spaß benutzt werden“, mahnt er. Denn dann müsse die nächste Haltestelle angefahren werden, auch wenn niemand aus- oder zusteigen möchte. Und auch Drängeln und Vordrängeln werden nicht gerne gesehen. „In der Regel passt nur einer durch die Tür“, so Päselt, „und wer zu spät kommt, der muss sich halt hinten anstellen.“ 
Für die Schüler war neben der Gefahrenbremsung auch spannend zu sehen, wie groß der tote Winkel an einem Bus ist. Bei Weihrauch-Uhlendorff wurden alle Busse mit einem Warnsystem nachgerüstet, um den Busfahrer auf Personen im Bereich des toten Winkels aufmerksam zu machen. Vor allem, wenn Kinder an den Bushaltestellen spielen, geraten sie schnell in den toten Winkel, deshalb sollten sich Schüler geordnet in einer Reihe aufstellen, wenn der Bus kommt. Und für Heise ganz wichtig: „Ihr müsst auf den Busfahrer hören, im Bus ist er der Chef!“

Tipps zum richtigen Verhalten am und im Bus

• Einen Meter vom Bordstein entfernet warten.
• Nicht an der Bushaltestelle spielen.
• Nicht (vor)drängeln.
• Warten, bis der Bus hält, dann nacheinander einsteigen.
• Den Rucksack vorm Einsteigen absetzen, im Bus auf den Boden zwischen die Füße stellen.
• Keine Plätze freihalten.
• Haltestangen sind zum Festhalten, nicht zum Turnen da.
• Nur klingeln, wenn man aussteigen muss.
• Während der Fahrt nicht essen und trinken.
• Erst aufstehen, wenn der Bus steht, und dann aussteigen.
• Die Straße erst überqueren, wenn der Bus weggefahren ist.

Auch das geordnete Einsteigen wurde geübt.

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