Defekt an der Anlage an der Mühlentorkreuzung noch immer nicht behoben

Schranken öffnen zu spät

Regionalbahn Mühlentorkreuzung Northeim
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Die Schrankenanlage an der Mühlentorkreuzung ist äußerst eigenwillig. Zum Teil öffnet sie sich erst mehr als eine viertel Stunde nach der Zugdurchfahrt.

Northeim – Die Schrankenanlage an der Mühlentorkreuzung sorgt seit geraumer Zeit für Unmut in Northeim. Während sich die Schranken an den Übergängen am Hallenbad und an der Kanalstraße zügig nach Durchfahrt des Zuges öffnen, stehen Verkehrsteilnehmer mitunter eine viertel Stunde an den geschlossenen Schranken an der Mühlentorkreuzung. Bürgermeister Simon Hartmann betonte schon vor rund einem Jahr, dass die Stadt in Kontakt mit der Deutschen Bahn stehe, um dieses Problem zu lösen. Bis heute hat sich aber nichts getan.

Auch Ratsherr Berthold Ernst (SPD) hat sich nun mit einem Schreiben an den Bürgermeister gewendet: „Nachdem ich heute, 16. Dezember, nach Durchfahrt eines Zuges gegen 16.10 Uhr als Fußgänger gemeinsam mit dutzenden andere Mitbürgern 18 Minuten auf das Öffnen der Schranken am Mühlentor warten musste, bitte ich um Auskunft über die Ursachen und – egal in welchem Verantwortungsbereich es liegt – wann mit einer Verbesserung der Situation zu rechnen ist.“ Auch ihm sei bereits mehrmals eine solche Situation schon aufgefallen. Eine Nachfrage bei Anwohnern habe ergeben, dass mehrfach in der Woche zu beobachten sei, dass die Schrankenanlage mit massiver Verzögerung geöffnet wird. „Die persönlichen Verzögerungen sind einerseits lästig. Andererseits entstehen nach einer gewissen Zeit sehr gefährliche Situationen. So sind heute, nach acht bis zehn Minuten, insgesamt elf Menschen unter der geschlossen Schranke durchgegangen und haben danach die Mühlentorkreuzung bei roter Fußgängerampel (die Ampel schaltet nicht bei geschossener Schranke auf grün) überquert“, beschreibt Ernst. Dabei sei es in mindesten zwei Fällen zu sehr gefährlichen Situationen mit dem starken Autoverkehr gekommen.  „Diese leider zum wiederholten Male vorgekommene Situation umtreibt mich und die zuständigen Stellen des Hauses mit großer Sorge“, betont Hartmann. Die Stadtverwaltung sei bereits mehrfach an die DB herangetreten und habe auf die Situation aufmerksam gemacht. „Nachdem ich heute selbst wieder einmal vor der minutenlang geschlossenen Schranke gestanden habe, hat die Stadt Northeim erneut und unverzüglich schriftlich gegenüber der DB eine schnelle Verbesserung der Situation eingefordert. Zudem habe ich das Thema auf die politische Bundesbühne gezogen“, erklärt er und erwartet kurzfristig eine Reaktion der eingeschalteten Stellen. Die kam am Freitagvormittag dann auch prompt. „Auch dank der guten Zusammenarbeit mit unserem Bundestagsabgeordneten Roy Kühne haben wir jetzt eine Rückmeldung der DB bekommen“, berichtet Hartmann gegenüber HALLO. Demnach sei wahrscheinlich ein Umbau der Anlage notwendig. Es würden jedoch auch kurzfristige technische Möglichkeiten geprüft. „Wir bleiben auf jeden Fall dran“, verspricht Hartmann.

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