Arbeitskreis Friedhofskultur übergibt Broschüre an Northeimer Bürgermeister

Ratgeber für Trauerfall

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Offizielle Übergabe des Ratgebers an die Stadt (von links): Hans-Erich Tannhäuser, Hans Harer sowie Susanne Eichler (Technische Dienste).

NORTHEIM (rgy) – „Es war uns schon seit Jahren ein Anliegen, einen Ratgeber für den Trauerfall herauszugeben“, betont Hans Harer Vorsitzender des Arbeitskreises Friedhofskultur bei der Übergabe der druckfrischen Broschüre an Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser.

Der 30-seitige Ratgeber informiert über die städtischen und kirchlichen Friedhöfe in Northeim, zudem gibt er Hilfestellung bei Fragen rund um das Thema Bestattung. Reich bebildert werden die städtischen Friedhöfe vorgestellt.

Einher gehen Erläuterungen zu den unterschiedlichen Bestattungsformen von der Urnenbestattung bis zur muslimischen Beisetzung. Hilfreich ist die kleine Einführung in die Friedhofssprache, in der verständlich erklärt wird, was beispielsweise eine anonyme Bestattung bedeutet, worin die Unterschiede zwischen Nutzungsrecht und Ruhezeit bestehen und was sich hinter einer Wahlgrabstätten verbirgt. Auch das Thema Grabpflege findet Platz in der Broschüre. „In dem Ratgeber wird gezeigt, dass es neben der anonymen Bestattung auch andere pflegefreie Möglichkeiten der Bestattung gibt“, betont Harer, der sich für eine menschenwürdige Beisetzung mit Namen engagiert.

 Seit es zum Beispiel die Bestattungen im Erdrasengrab gibt, die für die Angehörigen des Verstorbenen keine Pflege erfordere, sei die Zahl der anonymen Bestattungen rückläufig. Auch der Ruhewald sei eine Alternative für ein pflegefreies Grab mit Namen, dort müsse jedoch bedacht werden, dass die Wege nicht mit Rollator oder Rollstuhl zu passieren sind, das sei auf den Friedhöfen anders. 3.000 Exemplare des Ratgebers, der mit Anzeigen finanziert wurde, sind gedruckt und liegen im Bürgerbüro, im Friedhofsamt, bei den Ortsteilbürgermeistern, in den Kirchengemeinden und bei den inserierenden Bestattern aus.

Zudem ist der Ratgeber unter www.northeim.de eingestellt. Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser dankte dem Arbeitskreis für Friedhofskultur, dem neben Hans Harer (Die Grünen) auch Elke Jäger (CDU), Hildegard Pavel (SPD) und Irnfried Rabe (FDP) angehören, sehr für die geleistete Arbeit. „Das ist ein wichtiger Leitfaden in Stunden, wo man vielleicht keinen klaren Gedanken fassen kann“, betont er bei der Übergabe.

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