Katholische Pfadfinder in Northeim sind seit über 60 Jahren aktiv

Von Wölfling bis Rover

Abenteuer, Natur und Gemeinschaft: Die Northeimer Pfadfinder unternehmen verschiedene Aktionen, wie das Zeltlager zu Pfingsten.

NORTHEIM (wat) – Pfadfinder: Fast jeder hat schon einmal von den gehört, doch nur wenige wissen, was ihre Aufgaben sind. HALLO hat mit dem Vorsitzenden der katholischen Pfadfinder der deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Northeim, Leonard Göbel, gesprochen, der sich das Amt mit seinem Bruder Bernard teilt.

Die Pfadfinder gibt es seit 1950 in der Kreisstadt. Unterstützung erhalten die Brüder von Dechant Franz Kurth und einem Mitarbeiter für die administrativen Aufgaben. „Darunter gibt es die jeweiligen Gruppenleiter für die verschiedenen Altersstufen“, erklärt Göbel. Die jüngsten Pfadfinder werden Wölflinge genannt und sind zwischen sieben und zehn Jahre alt. Spielen und toben stehen bei ihren Treffen im Mittelpunkt. Jungpfadfinder (elf bis 13 Jahre) suchen und erleben Abenteuer. Dabei lernen sie unter anderem, Feuer zu machen und ein Zelt zu bauen. „Wagt es“ ist das Leitbild der Pfadfinder, die zwischen 14 und 16 Jahre alt sind. Sie nehmen zum Beispiel an ersten Auslandsfahrten, wie einer zweiwöchigen Kanufahrt in Schweden, teil. Die ältesten, die Rover, übernehmen in der Gruppe mehr und mehr Verantwortung. Die 17- bis 21-Jährigen organisieren zum Beispiel Fahrten und Lager. Während ihrer wöchentlichen Gruppenstunden spielen, basteln und musizieren die Pfadfinder – natürlich altersorientiert. „Und wir machen pfadfinderspezifische Sachen, wie Zelte bauen üben, Knoten knüpfen, lernen wie man Feuer macht und mehr“, ergänzt der 32-Jährige. Dazu gibt es Aktionen, die außerhalb der Gruppenstunden stattfinden. Diese reichen von Ostereierverstecken und Pfingstlager über Weihnachtspunsch nach der Christmette bis zu Kanufahrten auf der Rhume und der Leine. Außerdem veranstalten die Pfadfinder große Sommerfahrten mit den älteren Mitgliedern. „Wir waren schon auf Island wandern, in Schweden Kanufahren, in Costa Rica im Dschungel, in Nepal und Tibet und in Chile in der Atacama-Wüste“, erzählt der Vorsitzende, der seit 1995 bei den Pfadfindern ist und vor allem die Zeltlager, Wanderungen und Kanufahrten spannend findet. Das besondere für ihn ist die Kombination aus Abenteuer, Natur und einer guten Gemeinschaft. „Bei den Pfadfindern habe ich so viele Sachen erlebt, die ich sonst nirgendwo anders hätte erleben können“, schwärmt Göbel. Die katholischen Pfadfinder in Northeim sind offen für neue Mitglieder. Die jüngsten treffen sich, außer in den Ferien, dienstags von 18 bis 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim in Northeim. Die älteren haben unregelmäßige Treffen. Bei Fragen kann Leonard Göbel unter der Telefonnummer 0179/3882594 kontaktiert werden.

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