Meinungsaustausch bei der Finissage des DKKD-Festivals

Top oder Flop?

Das bekannte Northeimer Großmaul hat sich ebenfalls zum DKKD-Festival geäußert

NORTHEIM Das DKKD-Festival eröffnete Ende des September in der Osteroder Stadthalle und lud Besucher ein, die fünf Fachwerkstädte Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode einmal ganz anderes zu entdecken. Bei der Finissage in der Stadthalle Northeim am vergangenen Sonntag wurden die Erfolge und Probleme des Festes noch einmal hervorgehoben.

„Die Entscheidung das Denkmal! Kunst KunstDenkmal!-Festival’ von Hann. Münden auf das Fachwerk-Fünfeck auszuweiten war eine mutige, aber richtige Entscheidung“, stellte Hans-Christian Reuß, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Göttingen, unter Applaus fest. Auch war er erfreut, dass die Volksbanken als Premiumsponsor mitwirken konnten. Bei allen Erfolgen, wie der Eröffnungsveranstaltung in Osterode und der guten Unterbringung von über 240 Ausstellern in Gebäuden der Region, hielten sich die Beteiligten jedoch auch mit Kritik nicht zurück. Veranstalter Bernd Demandt führte die teilweise geringen Besucherzahlen auf eine mangelnde Berichterstattung der Presse zurück, während Kuratorin Lore Puntigam fehlendes Engagement, besonders in Einbeck, Duderstadt und Northeim vorwarf. Neben ihrer Kritik hob sie jedoch auch die positiven Seiten dieser Städte hervor. „Nachdem die Northeimer einmal aufgetaut waren, wurden wir hier besonders herzlich empfangen“, erklärte sie, stellt aber auch direkt heraus, dass es ein DKKD in dieser Form wohl nicht mehr geben würde. „Bei diesem Versuch, das Festival aus Hann. Münden am langen Arm zu steuern, haben wir uns fast überhoben.“ Gerade diese Herangehensweise kritisierte Klaus Hoheisel von der Initiative Kunst und Kultur Northeim in seiner Verteidigung der Northeimer Künstler und ehrenamtlicher Helfer. Im Verlauf der zweijährigen Planung seien kaum Informationen aus Hann. Münden gekommen, interessierte Künstler hätten wenige Wochen vor Beginn des Festivals noch nicht gewusst, ob sie in das Programm aufgenommen wurden und viele Bands, die gerne aufgetreten wären, hätten gar keine Rückmeldung erhalten. „Man hat uns einfach nicht mitgenommen. Wir hatten kaum Möglichkeiten, uns in die Planung einzubringen und konnten zum Schluss nur noch Helfer für die Ausstellungen suchen“, bemängelte Hoheisel. Auch sei wegen des nur sehr kurzfristig fertiggestellten Programm seine verbindliche Ankündigung und Bewerbung von Veranstaltungen kaum möglich gewesen. „Ich kann mir die Probleme, ein so großes Fest zu organisieren vorstellen, aber das lief nicht optimal“, betonte er. Auch Jörg Dodenhöft, allgemeiner Vertreter der Stadt Northeim, zeigte sich optimistisch. Das die Stadt solche Projekte stemmen kann, zeige die erfolgreiche Nacht der offenen Häuser. „Wir möchten uns bei allen fleißigen, ehrenamtlichen Helfern noch mit einer kleinen Feierstunde bedanken“, fügte Dodenhöft hinzu. Auch das nächste große Projekt, bei dem die Northeimer ihr Engagement unter Beweis stellen können, wurde als Überraschung auf die Bühne der Stadthalle gebracht. Im Sommer kommenden Jahres wird mit „Northlantis“, dem Projekt von den Stadtmachern, der Stadt Northeim und dem Theater der Nacht, die Geschichte der Stadt die vor 500 Jahren versunken ist, erzählt. Ein Wissenschaftler macht sich auf die Suche und findet die Bewohner, die sich mittlerweile mit der Tiefsee arrangiert haben. Wie genau diese Bewohner aussehen, wo sie sich am liebsten herumtreiben und vieles mehr soll mit den Northeimern gemeinsam entwickelt werden. Das nächste Vorbereitungstreffen findet am 1. November von 18 bis 20 Uhr in der Alten Brauerei in Northeim statt.

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