27 Obstbäume im Wald am Sultmer Berg gepflanzt / Aufwertung für Menschen, Tiere und Natur

„Obstklauen erlaubt“

+
Richten eine neue Streuobstwiese am Sultmer her (von links): Carsten Rohde, Jörg Schipper, Phillip Rohde, Monika Grohs, Horst Junge und Siegfried Arndt pflanzen Äpfel-, Birnen-, Zwetschgen- und Süßkirschbäume.

NORTHEIM (wat) – Süßkirschen, Äpfel, Birnen und Zwetschgen können bald auf einer Wiese im Wald am Sultmer reifen. Am Donnerstag wurden 27 Obstbäume gepflanzt.

Die Idee, die rund 3.000 Quadratmeter große und bislang leere Wiese nahe der Jagdhütte auf dem Sultmer für den Naturschutz zu nutzen, stammt von Jagdpächter Jörg Schipper und Jäger Horst Junge. „Mit der Streuobstwiese bieten wir vor allem Tieren einen noch besseren Lebensraum auf dem Sultmer an“, betont Junge. Unterstützung erhielten die Jäger von Stadtförster Siegfried Arndt, der von der Idee sofort begeistert war. „So wird aktiv Naturschutz betrieben“, betont er und erklärt: „Im Frühjahr sind die Obstblüten wichtig für die Bienen und wenn im Herbst die Früchte fallen, profitieren unter anderem unsere heimischen Vögel wie Amseln sowie Schwarz- und Wacholderdrosseln und natürlich auch Rehwild und Wildschweine.“ Während der Reifezeit des Obstes werden außerdem Stare angezogen, die sich am Sultmer ansiedeln, die wiederum die Eichen schützen, indem sie den Eichenprozessionsspinner fressen, führt Arndt weiter aus. Den Spaziergängern würde sich des Weiteren während der Jahreszeiten ein wechselhaftes Bild der Natur präsentieren. Und auch auf mehr Wildschweine hoffen der Förster und die beiden Jäger. „Hier fühlen sie sich hoffentlich wohl“, sagt Schipper. Schäden richten sie im Wald selten an. „Nur auf dem Feld sind sie schädlich“, erklärt Junge. Doch nicht nur Wildschweine können sich am Obst erfreuen. „Spaziergänger dürfen gerne auch mal Obst klauen, wenn sie hier sind – natürlich aber nur in Maßen“, sagt Arndt. Die Obstbäume sowie Unterstützung beim Pflanzen haben Schipper und Junge von der Baumschule Rohde aus Moringen erhalten. Die Kosten von insgesamt rund 2.000 Euro werden aus dem Fond Naturschutz- und Landschaftspflege der städtischen Forstverwaltung übernommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare