Northeimer Pilgerweg: Ein neues Gemeinschaftsprojekt geht an den Start

Anhaltepunkte – ein Gedankengang

Pilgerweg Northeim Team
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Das Team der Pilgerrunde hat auch das Probewandern übernommen (von links): Pastorin Karin Gerken-Heise (St. Sixti), Dr. Jens Gillner (Corvinus), Vikarin Madeleine Landré (St. Sixti), Kirchenvorsteher Dr. Christian Steigertahl (St. Sixti), Helvi Ritter (Northeim Touristik) und Grafikerin Sylvia Ernst („BühneDrei“).

Northeim – Raus aus dem Sessel und rein in die Wanderschuhe! Denn die sollten beim Erleben des neuen Northeimer Pilgerwegs nicht fehlen. Auf einer Gesamtstrecke von etwa zwölf Kilometern können besondere Orte in und um Northeim erkundet werden. Dazu gibt es jeweils einen kleinen, schriftlichen Impuls, der zum Nachdenken und Innehalten einlädt.

Die Wegbeschreibung zu den einzelnen Stationen gibt es zusammen mit den Textimpulsen gebündelt in einem kleinen Heft im praktischen Hosentaschenformat. Dieses wird in den Kirchengemeinden, in der Superintendentur am Entenmarkt sowie in der Touristinfo im Reddersen-Haus ausliegen. Dort startet auch der Rundweg, der sich über Rückingsallee, Fachbergweg, Wilhelmswiese und Wieterturm erstreckt und schließlich zurück in die Innenstadt führt.

Wem die Gesamtstrecke zu lang ist, der kann auch Abkürzungen nehmen und einige Stationen auslassen. Die Wege sind zum großen Teil gut begehbar, für Kinderwagen, Rollstuhl und Ähnliches allerdings nicht gänzlich geeignet, denn im Wald geht es auch mal steil bergauf oder über Stock und Stein.

Die Idee zu dem Projekt hatte Pastor Jens Gillner aus Hamburg mitgebracht. Dort gibt es einen ähnlichen Rundweg mit kleinen Denkanstößen, der durch den Hamburger Stadtpark führt. „Das wäre doch auch etwas für unsere Region“, schlug Gillner in einer Dienstrunde im Sommer des vergangenen Jahres vor. Kurz darauf fand sich eine kleine Vorbereitungsgruppe zusammen, die sich dieses Projekt vornahm und in die Tat umsetzte. Die Finanzierung hat der Kirchenkreis Leine-Solling ermöglicht.

„Schon der ‚Weg zum Weg‘ war eine tolle Erfahrung, ist doch ein übergreifendes Projekt daraus geworden, bei dem sich sowohl die St.-Sixti- und die Corvinus-Gemeinde als auch der Touristikverein Northeim beteiligt haben“, freut sich der Corvinus-Pastor. „Mit solchen gemeinschaftlichen Aktionen können wir etwas für unsere Stadt bewegen.“ Entstanden ist ein schöner Gedankengang mit 21 Anhaltepunkten.

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