Northeimer Klinikmitarbeiter beteiligen sich an bundesweiter Protestaktion

Für mehr Personal

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Protest vor der Klinik: Mitarbeiter des Krankenhauses fordern mehr Personal.

NORTHEIM (rgy) – Einige Mit­arbeiter der Helios Albert-Schweitzer-Klinik in Northeim haben sich am Mittwoch an einem bundesweiten Protest gegen Personalnot in Krankenhäusern beteiligt. In der Kritik steht der jüngste Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes.

„Wir erwarten feste Vorgaben wie viel Personal man braucht, um Patienten angemessen zu versorgen“, fordert Betriebsratsvorsitzender Rolf Pflugmacher die Politik auf, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. „Unter dem Motto „162.000 für 162.000“ machte Verdi in bei der Aktion darauf aufmerksam, dass nach ihrer Auffassung etwa 162.000 Beschäftigte, darunter 70.000 Stellen in der Pflege fehlen. In Northeim seien das rund 80 Stellen, rechnet Pflugmacher vor, diese Anzahl wurde mit den Zahlenschildern bei der Aktion verdeutlicht. „Die Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern haben sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Das erfordert auf verschiedenen Ebenen Anpassungsprozesse. Alleine mehr Personal einzusetzen, löst das Thema der Arbeitsverdichtung nicht. Unzureichende Strukturen werden nicht davon besser, dass mehr Mitarbeiter darin arbeiten. Wir müssen vielmehr die Qualität der Zusammenarbeit (Teamarbeit statt Arbeit in Berufsgruppen) und die Qualifikation der Beschäftigten verbessern. Wir helfen Mitarbeitern mehr, wenn wir Strukturen und Prozesse sowohl innerhalb der einzelnen Abteilung aber auch der Teams verbessern und somit überflüssige Mehrarbeit verhindern. Dies entlastet nicht nur die Beschäftigten im Krankenhaus, sondern kommt auch unmittelbar den Patienten zugute“, erklärt die Helios Albert-Schweitzer-Klinik in einer Pressemitteilung im Anschluss an die Verdi-Aktion ihren Standpunkt.

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