Kinder- und Jugendkulturzentrum Northeim wird Kinderschutzinsel

Neue Anlaufstelle für Kinder

Kinderschutzinsel Hartmann Meyer Loheide
+
Hier bekommen Kinder in Notsituationen Hilfe (von links): Bürgermeister Simon Hartmann, Moritz Meyer und Stefan Loheide freuen sich, dass das Kinder- und Jugendkulturzentrum in Northeim nun auch eine Kinderschutzinsel ist.

Northeim – Das Kinder- und Jugendkulturzentrum Alte Brauerei ist in Northeim jetzt die zweite Kinderschutzinsel. Nachdem Stadtjugendpfleger Stefan Loheide in der HALLO den Artikel über die erste Kinderschutzinsel in der Lackiererei Jentsch gelesen hatte, wurden schnell die Weichen für die Kooperation mit der Kinderschutzallianz gestellt.

Am Dienstag wurde die Vereinbarung nun unterzeichnet. „Als Anlaufstelle für Kinder bereitzustehen, gebietet unsere Profession, da müssen wir dabei sein“, betont Loheide. Eine Kinderschutzinsel soll, wie der Name schon sagt, Kindern Schutz bieten und öffentliche Anlaufstelle bei Problemen sein. Das kann ein vergessener Schlüssel, ein verlorenes Handy, Streit mit Mitschülern oder auch Angst auf dem Schulweg vor Mitschülern oder einem anderen Menschen sein. In so einem Fall kann jedes Kind ins Kinder- und Jugendkulturzentrum gehen und um Hilfe bitten. Ab 10 Uhr sind die Mitarbeiter werktags dort zu erreichen. 
Die Mitarbeiter in der Einrichtung, der Behörde oder dem Betrieb erhalten von der Kinderschutzallianz, die die Kinderschutzinsel ins Leben gerufen hat, Handlungsanweisungen. Zudem gelte das Sechs-Augen-Prinzip, erklärt Moritz Meyer, gebürtiger Polizeibeamter von der Kinderschutzallianz. Das bedeutet, dass das Kind immer von mindestens zwei Erwachsenen in der Notsituation betreut wird. Als Kinderschutzinsel seien beispielsweise Arztpraxen, Behörden oder Firmen geeignet, die über einen ebenerdigen Zugang verfügen.
Bürgermeister Simon Hartmann freut sich, dass es nun auch innenstadtnah eine Anlaufstelle für Kinder gibt: „Da viele das Kinder- und Jugendkulturzentrum kennen, ist hier die Hürde auch noch geringer, um Hilfe zu bitten.“ Um das Angebot noch bekannter zu machen, sollen Flyer an exponierten Stellen in der Stadt ausgelegt werden. „Und wir packen ihn ins Babybegrüßungspaket“, verspricht Hartmann und überlegt bereits, ob auch das Bürgerbüro Kinderschutzinsel werden sollte. 
Er und Loheide wollen sich zudem dafür einsetzen, das Angebot im gesamten Landkreis noch bekannter zu machen. Überall, wo das Logo der Kinderschutzinsel zu sehen ist, erhalten Kinder Hilfe. 

Überall, wo dieses Logo angebracht ist, erhalten Kinder Hilfe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare