Rhume-Leine Radweg wieder freigegeben

Abkürzung über die Rhume

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Nicht ganz so leicht wie eine Feder, aber für eine 16 Meter lange Brücke nah dran: die neue Aluminiumbrücke, die seit Donnerstag die beiden Ufer des Rhumekanals verbindet, wiegt nur drei Tonnen. Bürgermeister Simon Hartmann (von links), Tiefbauamtsleiter Thomas Hunold und Tiefbauamtsmitarbeiter Bernd Lehmann beim Herablassen der Brücke.

Northeim – 16 Meter lang und drei Tonnen schwer: es dauert nur gut zweieinhalb Stunden, bis die neue Brücke über den Rhumekanal vom Lastwagen abgeladen und an ihrem Platz eingebaut wurde.

„Hier wurde eine neue Technologie für Northeim entdeckt“, erklärt Bürgermeister Simon Hartmann, nachdem die Brücke auf das Fundament ihres Vorgängers gesetzt wurde. Fußgänger- und Fahrradbrücken vergleichbarer Größe würden aus Holz gut das Doppelte wiegen. Eine Betonkonstruktion käme sogar auf etwa 15 Tonnen. „Im Vergleich zu anderen Methoden sind Alubrücken relativ neu“, bewertet auch Bernd Lehmann vom Northeimer Tiefbauamt, der die Brücken der Stadt betreut. Dabei spricht mehr als das Gewicht für eine Brücke aus Aluminium. „Eine Holzbrücke muss alle fünf bis zehn Jahre neu gestrichen werden“, führt er aus. Insektenfraß und faulendes Holz sind weitere Probleme, die bei Aluminium nicht auftreten. Selbst der Boden, der aus Epoxidharz und Quarz besteht, hat voraussichtlich eine Lebensdauer von 25 Jahren. Konzipiert sei die Brücke für eine Lebensdauer von über 50 Jahren, realistisch seien dabei sogar 80 bis 100 Jahre, wie Thomas Hunold, Tiefbauamtleiter der Stadt Northeim, erläutert. Die Zukunftsträchtigkeit der Brücke hört jedoch nicht bei ihren Baueigenschaften auf. Auch der Preis spricht für sich: von den 200.000 Euro, die im Haushalt vorgesehen waren, mussten nur gut 67.000 ausgegeben werden. Ein Grund dafür ist, dass die Fundamentbalken der vor­herigen Holzbrücke, die im Mai 2018 zusammengebrochen war, wiederverwendet werden konnten. So mussten nur Halterungen in den Beton gebohrt und die Brücke daran befestigt werden. Nach dieser ersten Aluminiumkonstruktion sei es denkbar, dass auch die Brunkelskampbrücke und die Flutbrücke in Northeim so ersetzt werden. In den kommenden Jahren sollen neben den genannten Brücken auch die an der Blumenstraße in Langenholtensen und in Stöckheim erneuert werden. Bei Querungen, die für den Autoverkehr geeignet sein müssen, sei Aluminium jedoch keine gute Alternative zu Beton. (sth)

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