Alexander Hartmann steckt mögliche Teilverkaufsfläche des Mühlenangers ab

„So viel käme weg“

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Was vom Mühlenanger bei einem Teilverkauf noch übrig bliebe: Alexander Hartmann steckt mit Genehmigung der Stadt den 40 Meter breiten Streifen ab. Die darauf gelegene Skateranlage am Ende des Platzes soll sowieso weichen und an der neuen Schuhwallhalle ihren Platz finden. Der restliche Teil des Festplatzes scheint aber für Veranstaltungen weiterhin groß genug.

Northeim – Was mit dem Mühlenanger passiert, steht noch immer nicht fest. Klar ist nur, dass kein Teilverkauf an Wohnen in Northeim für eine neue Wohnbebauung stattfindet (HALLO berichtete).

Allerdings haben die Stadtwerke Northeim, eine hundertprozentige Tochter der Stadt, noch immer Interesse am Erwerb eines 40 Meter breiten Streifen am östlichen Teils des Festplatzes, der direkt an ihr Grundstück grenzt und über die gesamte Länge des Platzes geht. Wie groß der restliche Mühlenanger dann noch ist, können die Northeimer dank einer Aktion von Alexander Hartmann, der sich schon im Vorfeld, teils erfolgreich, für den Erhalt des Festplatzes einsetzte, jetzt auch wirklich sehen. Hartmann steckte den Streifen am Donnerstag mit Absperrband ab. „Ich möchte, dass der Mühlenanger weiter für Veranstaltungen, wie Zirkus und Rummel, genutzt werden kann und befürchte die Salamitaktik“, begründet er sein Engagement. „Wenn ein Teil erst mal an die SWN verkauft wird, folgen vielleicht doch noch weitere.“ Per se sperre er sich aber nicht gegen eine Verkleinerung. Wenn die Bürger das wollten, wäre es für ihn in Ordnung. Eine Entscheidung über die Köpfe der Bürger hinweg solle es aber nicht geben. Deshalb kann jeder Northeimer bei einer Diskussionsveranstaltung am 27. November um 18 Uhr in der Stadthalle seine Ideen zur Nutzung des Angers einzubringen. „Das visuelle Deutlichmachen sehe ich als einen wertvollen Debatten­beitrag für die Diskussionsveranstaltung“, lobt Northeims Bürgermeister Simon Hartmann das Engagement seines Namensvetters. Der Teilverkauf scheint die Gemüter nicht nur deshalb zu erhitzen, weil den Northeimern Vieles am Mühlenanger liegt, sondern auch weil zum Teil nicht vollständige Informationen und Gerüchte kursierten. So hieß es beispielsweise aus Reihen der FDP, dass es keine konkreten Pläne gebe, was die Nutzung des Teilstücks seitens der SWN angehe. Dem widerspricht Heiner Hegeler (CDU), Mitglied im SWN-Aufsichtsrat und im Stadtrat: „Auf dem Platz sollen ein neues Kundenzentrum sowie neue Büroräume für das Personal entstehen“, berichtet er. Dass noch keine Baupläne eines Architekten vorliegen, würde ja nicht heißen, dass es an sich gar keine Pläne gebe. (wat)

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