Höflichkeit kann man lernen

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Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser begrüßt rund 300 Gäste zum Neujahrsempfang. Moritz Freiherr Knigge (kleines Foto) ruft zu mehr Höflichkeit auf. Fotos: Watermann

NORTHEIM (wat) - Rund 300 Gäste konnte Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser zum Neujahrsempfang der Stadt Northeim in der Stadthalle begrüßen. In seiner Rede betonte er vor allem die Wichtigkeit des Miteinanders.

„Nur im Miteinander kommen wir voran, können wir Großartiges für unsere Stadt leisten“, rief er nach seinem detaillierten Rückblick auf 2016 zu noch mehr Zusammenarbeit auf. Wie dies bereits funktioniert, hätte man vor allem bei der NDR-Sommertour gesehen. Gemeinsam habe man es zudem geschafft, die langfristigen Schulden der Stadt von einst 31,5 Millionen Euro im Jahr 2006 auf 23,3 Millionen im vergangenen Jahr zu reduzieren. Für 2017 habe die Stadt einiges vor. So sollen unter anderem der zweite Abschnitt des Seerundwegs fertiggestellt, mehr Krippenplätze geschaffen, das Profil als Sportstadt ausgebaut, die Ortschaften weiter entwickelt, die Wirtschaft gefördert und der Breitbandausbau weiter vorangebracht werden. Ein Fokus soll zudem auf der Attraktivitätssteigerung der Innenstadt liegen, in der Tannhäuser neue Geschäfte ansiedeln möchte. Zudem plant er, eine regelmäßige Jugendsprechstunde einzurichten. „Wir Northeimer haben miteinander die Kraft, unsere Stadt zu gestalten. Das konstruktive Miteinander bringt uns gemeinsam nach vorne“, ist der Bürgermeister, der im Rahmen des Empfangs auch die neuen Mitarbeiter der Verwaltung vorstellte, fest überzeugt. Als Gastredner erklärte Moritz Freiherr Knigge, wie jeder einzelne für einen besseren Umgang und ein besseres Miteinander sorgen kann. „Sich selbst und seine Marotten kennen, sich zu reflektieren und an sich zu arbeiten, ist wichtig für das Zusammenleben“, betonte er in seiner mit Anekdoten gespickten und insbesondere für Führungspersonen lehrreichen Rede. Wenn man einander wahrnehme und sich in sein Gegenüber versetze, würden Reibungspunkte und somit Konflikte vermieden, ist er überzeugt, dass ein wertschätzender Umgang miteinander möglich ist. Die Basis von Höflichkeit sei für Knigge die Gelassenheit. „Andere anzuschreien ist ein No-Go und vor allem in Chefpositionen unprofessionell“, rief er zu einem ruhigen Umgangston auf.

Neujahrsempfang der Stadt Northeim

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