Türkisch-islamische Gemeinde Northeim bezieht Stellung zu Terroranschlag

Mahnwache nach Freitagsgebet

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Geschlossen gegen den Terror und für Meinungsfreiheit: Mitglieder der türkisch-islamischen Gemeinde Northeim bei ihrer Mahnwache vor der HALLO.

NORTHEIM (wat) – An der bundesweiten Aktion der Ditib-Gemeinden beteiligte sich auch die türkisch-islamische Gemeinde Northeim. Mit einer Mahnwache vor der HALLO anlässlich des Terroranschlags in Paris möchten die Mitglieder zeigen, dass sie es entschieden ablehnen, dass Verbrecher während ihrer Mordtaten den Namen Allahs rufen.

„Kein Muslim kann sich zur Rechtfertigung seiner Verbrechen auf den Namen Allahs berufen“, heißt es in einem offiziellen Statement. „Alle Religionen und alle Menschen müssen in dieser schwierigen Zeit zusammenrücken“, fordert der Imam der türkisch-islamischen Gemeinde Northeim Ebubekir Yerli auf. Die Ditib-Gemeinde ist der Überzeugung, dass der Terroranschlag auf das Leben von Medienschaffenden ein Anschlag auf die tragenden Pfeiler der Gesellschaftsordnung sei. Jeder müsse die Freiheit haben, seine Meinung zu sagen, ohne um sein Leben fürchten zu müssen. Gleichzeitig verurteilen die Gemeindemitglieder die Mohammed-Karikaturen der Satirezeitung „Charlie Hebdo“. „Das hat die Gefühle vieler Muslime verletzt“, erklären sie. Die türkisch-islamische Gemeinde beteiligt sich am Montag ebenfalls an der Demo gegen Rechtsextremismus um 17 Uhr auf dem Münsterplatz und hofft auf viele Unterstützer.

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