Fortschreibung des Integrierten Entwicklungskonzepts für Northeims Zentrum

Leitbild für die Innenstadt

Innenstadt Northeim Breite Straße
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Die Stadt Northeim möchte das Integrierte Entwicklungskonzept „Innenstadt“ fortschreiben.

Northeim – Die Stadt Northeim hat im Jahr 2017 die vorbereitende Untersuchung (VU) und ein Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) „Innenstadt“ beschlossen. Damit wurden die Grundlagen für ein Sanierungsgebiet Innenstadt geschaffen und die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ erreicht. Ziele des IEK sind es, die Innenstadt als wirtschaftliches, kulturelles und soziales Zentrum für Northeim und das Umland zu stärken sowie funktionale und städtebauliche Defizite abzubauen.

In diesem Jahr wurde die Programmstruktur der Städtebauförderung von Bund und Ländern neu aufgesetzt. Die ursprünglichen Förderformate „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, „Städtebaulicher Denkmalschutz“, „Kleinere Städte und Gemeinden“ und „Zukunft Stadtgrün“ wurden dabei unter dem Titel „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ gebündelt. Vor diesem Hintergrund müssen in Niedersachsen bestehende Entwicklungskonzepte bis 2021 an die neue Programmstruktur angepasst und gegebenenfalls ergänzt werden.

Dies und die erweiterten Anforderungen an Integrierte Entwicklungskonzepte sowie der Beschluss der Stadt, das Sanierungsgebiet um den Bereich des Walls zu erweitern, sind der Anlass für eine Fortschreibung des IEK „Innenstadt“. Die bestehenden Ziele der Sanierung sollen dahingehend ergänzt und angepasst werden.

Die derzeit in der Erarbeitung befindliche Fortschreibung des IEK entwirft für Northeim ein Leitbild und fünf Handlungsfelder beziehungsweise Leitlinien:

  • Der erlebbare Wallring: Die besondere Qualität und Erfahrbarkeit der Wallanlagen als zusammenhängender, identitätsprägender und historischer Freiraum der Northeimer Altstadt soll erhalten und gestärkt werden.
  • Der Verbindungsring: Zur Verknüpfung unterschiedlicher Angebote, zur Erlebbarmachung der Stadthistorie und für eine konfliktfreie Alltagsmobilität soll ein verbindender Ring entlang der Stadtmauer geschaffen werden.
  • Der Kern des Handelns: Zukünftig soll eine Konzentration des Einzelhandels und zentraler Funktionen auf die Hauptlagen der Innenstadt und eine Stärkung der räumlichen und funktionalen Vernetzung mit dem City-Center stattfinden.
  • Die Achse des Wandels: An den Innenstadtachsen soll mittels Umnutzung des Bestands mit zentrumsrelevanten Nutzungen, Angeboten des Gemeinbedarfs und Wohnraum ein Funktionswandel initiiert werden.
  • Die Orte des Gemeinwohls: Eine Stärkung und räumliche Verknüpfung der kulturellen, sozialen und freizeitbezogenen Nutzungen soll in den zentralen Schwerpunktbereichen erfolgen.

Die Handlungsfelder bilden dabei eine Systematik und einen konzeptionellen Rahmen, in dem dann eine Vielzahl unterschiedlicher Einzelmaßnahmen und Sanierungs-Projekte realisiert werden sollen. Diese werden in der Fortschreibung bereits größtenteils konkretisiert.

Der dargestellte Entwurf der Fortschreibung muss zunächst in den politischen Gremien der Stadt beraten und beschlossen werden. Es ist beabsichtigt, dass die Fortschreibung des IEK nach einem umfassenden Erörterungsprozess im Sanierungsbeirat und dem Sanierungsausschuss am 10. Dezember im Stadtrat beschlossen wird. In den folgenden Planungsschritten wird daran anknüpfend ab Dezember 2020 eine Rahmenplanung erstellt, die die projektierten Maßnahmen und Ansätze detaillierter darstellen und in der Ausgestaltung präzisieren wird. Parallel dazu werden die zeitlichen Planungen und Abläufe verfeinert. Ab Anfang 2021 sollen auch die Ergebnisse des freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs Münsterplatz in die Ausführungsplanung und schließlich die bauliche Umsetzung kommen.

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