Nein zum Eschenschlag

NORTHEIM (wat) - Eindeutig positioniert hat sich der städtische Bauausschuss zur geplanten Änderung des B-Plans Nr. 38 A bezüglich der Wohncontainer für die Obdachlosen Northeims am Eschenschlag. Bei einer Enthaltung stimmten die Mitglieder gegen die Änderung des B-Plans, in der die Grünfläche zur Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung „Sozialen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen“ geändert werden soll. Befürchtungen, dass es sich bei der Unterbringung in den Wohncontainern doch nicht um eine Dauerlösung handeln, der Eschenschlag zu einem sozialen Brennpunkt werden oder die Aufstellung der Container widerrechtlich sein könnte, wurden bereits von einigen Ratsmitgliedern während der Sitzung vorvergangene Woche vorgetragen, obwohl das Thema gar nicht auf der Tagesordnung stand (HALLO berichtete).

„Wir befürchten, dass jetzt etwas kommt, das wir so nicht haben wollen“, erklärt Ausschussvorsitzender Dietmar Kahler (SPD), warum die Änderung des B-Plans abgelehnt wurde. „Diese Lösung scheint allgemein eher nicht gewollt“, meint Kahler und berichtet, dass auch aus der Bürgerschaft Unbehagen dem Vorhaben gegenüber unter anderem während der Einwohnerfragestunde bei der Sitzung am Dienstag geäußert wurde. Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser hätte sich während der Sitzung nicht positioniert. Er kann jedoch darüber entscheiden, ob die Wohncontainer dort aufgebaut werden oder nicht. Da Gefahrenabwehr höherrechtlich zu bewerten ist als die Bauleitplanung und die derzeitige Obdachlosenunterkunft an der Mauerstraße nicht mehr bewohnbar ist, könne ein Aufstellen der Container auch ohne Änderung des B-Plans erfolgen, erklärte Bauamtsleiter Lars Bredemeier bereits während der vergangenen Ratssitzung. Eine Stellungnahme des Bürgermeisters lag HALLO zu Redaktionsschluss nicht vor. Das Thema soll im Verwaltungsausschuss am Montag besprochen werden.

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