Fröhliche Feier zu Ehren des Heiligen Sebastians

Inge Wüstefeld und Waldemar Fahrig freuen sich über die Auszeichnungen „Getreue Schützenschwester“ und „Getreuer Schützenbruder“.

NORTHEIM (es) - Seit mehr als 30 Jahren veranstaltet die Bürgerschützengesellschaft zu Ehren des Heiligen Sebastian, des Schutzheiligen der Schützen, traditionell am Samstag nach dem 20. Januar, dem Gedenktag des Heiligen Sebastian, einen Schmaus. In diesem Jahr stand der Sebastianschmaus unter dem Motto „Auf, ihr fröhlichen Schützen – es ist Zeit zu feiern“.

Und das taten die rund 350 im Lux-Saalbau anwesenden Schützen und Gäste, darunter die Kultusministerin des Landes Niedersachsen, Frauke Heiligenstadt, und Bundestagsabgeordneter Dr. Roy Kühne. Mit Spannung wurden die Reden des Präsidenten der Bürgerschützengesellschaft Hans-Bernhard Heynold und der Gastredner erwartet, traditionell der Bürgermeister und ein Prominenter. Wer hier ernsthafte Ausführungen erwartet, der irrt. Bei den humorvollen Reden, die die lokalpolitischen Ereignisse des vergangenen Jahres in Erinnerung brachten, blieb kein Auge trocken. Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser erinnerte an die Fusion der Schützenvereine zur Bürgerschützengesellschaft und bat um Hilfe, da er mit dem Stadtrat fusionieren soll, aber noch nicht so recht weiß, wie. Da „wir nur vorankommen, wenn wir aufeinander zugehen“, erhofft sich der Bürgermeister mittels einer Paartherapie mit dem Stadtrat in diesem Jahr Fortschritte. Nach dem Schmaus, bestehend aus Bregenwurst und Grünkohl, weiteren Bieren und Musikeinlagen der Musikfreunde Northeim-Hohnstedt-Edesheim war es Zeit für den Gastredner. Dieser stand vor sechs Jahren schon an gleicher Stelle und erinnerte sich, dass er für jedes Mal, wenn er den Namen seiner Heimatstadt aussprach, ein Fass Bier ausgeben musste. Dementsprechend versuchte der Oberbürgermeister von Hannover dieses, sehr zum Spaß seiner Zuhörer, in seiner diesjährigen Rede zu verhindern. Stefan Schostok sprach darüber, dass die Verbindung zwischen Northeim und Hannover nicht nur durch die A7 bestehe, sondern auch in der gemeinsamen Schützentradition. Nachdem in seiner Rede nur ein oder zweimal das Wort „Hannover“ fiel, wollte er am Ende nicht als geizig dastehen und lud die Northeimer Schützen zum größten Schützenfest der Welt ein, nicht ohne mehrmals das Wort „Hannover“ auszusprechen, damit das Bier weiter fließen konnte. Mit Spannung wurden die Ehrungen erwartet. Die Auszeichnung „Getreue Schützenschwester“ erhielt Inge Wüstefeld vom Damenschießsportverein Jägercorps, dem sie seit 1975 angehört. Seit 1953 ist Waldemar Fahrig aktiv und erfolgreich bei den Schützen und hat sich um das Northeimer Schützenwesen verdient gemacht. Dafür wurde er in diesem Jahr zum „Getreuen Schützenbruder“ ausgewählt. Der Höhepunkt der Ehrungen ist die Ernennung des „Altermann“. Zu diesem wurde Winfried Rebohl vom Schützenverein von 1910 bestimmt, der von seinem Eintritt 1970 bis heute durchgehend aktiv war und kein Schützenfest ausgelassen hat. Krankheitsbedingt konnte er jedoch seine Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen. Nach einer abschließenden weiteren amüsanten Rede des Präsidenten Hans-Bernhard Heynold, in der er die Wichtigkeit des fröhlichen Feierns hervorhob und einen Bregenwurstzipfel von der Gründungsfeier der Schützengesellschaft 1252 präsentierte sowie dem Niedersachsenlied endete der hochoffizielle Teil und der Thekenausschank konnte beginnen.

Sebastiansschmaus Northeim

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