Innenminister Pistorius bringt Bewilligungsbescheid für Hohnstedt

Land gibt 880.000 Euro für neues FF-Gebäude

Fördermittelbescheid für Hohnstedts neues Feuerwehrgebäude mit Bürgermeister Simon Hartmann (v.l.), Innenminister Boris Pistorius, der SPD-Bundestagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt, Hohnstedts Ortsbrandmeister Frank Eckstein und Ortsbürgermeister Friedrich Lange
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Fördermittelbescheid für Hohnstedts neues Feuerwehrgebäude mit Bürgermeister Simon Hartmann (v.l.), Innenminister Boris Pistorius, der SPD-Bundestagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt, Hohnstedts Ortsbrandmeister Frank Eckstein und Ortsbürgermeister Friedrich Lange.

Hohnstedt – Brandschutz bleibt im besonderen Blick: Das Land hilft mit 880.000 Euro beim Bau des neuen Feuerwehr-Funktionshauses in Hohnstedt. Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat den Bewilligungsbescheid für die Bedarfszuweisung jetzt persönlich im Northeimer Ortsteil an Bürgermeister Simon Hartmann überreicht. Das geplante FF-Gebäude soll ab Mitte 2022 an der Ahlshäuser Straße gebaut werden und insgesamt 1,3 Millionen Euro kosten.

Bedarfszuweisungen bekommen neben Northeim 30 besonders finanzschwache Kommunen in Niedersachsen für die Erfüllung besonderer Aufgaben, gerade für Brandschutz und die dafür nötige Infrastruktur in klammen Kommunen. Das Innenministerium bewilligt dazu aktuell Mittel in Höhe von rund 18,5 Millionen Euro. Gefördert werden aktuelle wichtige Investitionen für Brandschutz und Hilfeleistungen. Dazu gehören neben Feuerwehrgebäuden auch Fahrzeug-Beschaffungen und Brandschutzmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen.
Seit drei Jahren, so Pistorius, „zwacken wir einen Teil der Bedarfszuweisungen speziell für Brandschutz und Feuerwehr ab in Kommunen, die in schwieriger finanzieller Lage sind oder im Zukunftsvertrag sitzen mit beschränkten Möglichkeiten, aber gleichzeitig unbestreitbaren Investitionsbedarf haben“. Diese Bedarfsmittelstärkung habe sich gelohnt.
In der Stadt Northeim und Hohnstedt seien die richtigen Schwerpunkte gesetzt und erkannt worden, was Feuerwehrkräfte leisten, „die ehrenamtlich täglich rund um die Uhr dazu beitragen, dass wir sicher leben können, wenn was passiert. Dazu gehören Ausbildung und Ausstattung, natürlich auch Gebäude, die gut erreichbar sind“.
Kommunen stünden vor vielfältigen investiven Herausforderungen, auch was Kindergärten und Schulen angehe. „Das sind ja alles große Brocken und gerade schwer für die Kommunen, die eben keinen Dukatenesel im Keller haben, wie das Land übrigens auch nicht. Wegen Corona ist das Geld knapp, und wir sind ja noch nicht durch damit.“
Ortsbrandmeister Frank Eckstein bedankte sich mit Kommando-Vize Christoph Bienwald besonders bei Innenminister Pistorius auch dafür, dass FF-Aktive in der Impfreihenfolge vorgezogen worden sind. Das sei ein starkes Signal gewesen. Die Bedarfszuweisung sei ebenso wichtig.
Entsprechend dankbar zeigte sich Bürgermeister Simon Hartmann, der mit Bürgerdienste-Fachbereichsleiter Uwe Ritter und Wilhelm Busse in das verkehrsgeplagte Dorf an der Bundesstraße 3 gekommen war. Bundestagsabgeordnete und Kreistagsvorsitzende Frauke Heiligenstadt frohlockte mit Kreisparlamentarier Sebastian Penno. Stadtratsherr Alexander Hartmann, Vorsitzender im Brandschutz-Ratsausschuss, Stadtbrandmeister Bernard Krezpina sowie Ortsbürgermeister Friedrich Lange und Vize-Ortsratschefin Sonja Wille freuten sich über die Fördermittel. Architekt Markus Otto nannte eine voraussichtliche Bauzeit bis Mitte 2023. Der Baufortschritt hänge leider auch an Ausschreibungsart, bauamtlicher Begleitung, verfügbaren Baumaterialien und verfügbaren Ingenieure. - cmf

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