Spitzenposition im Vergleich

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Sparkassendirektor Guido Mönnecke begrüßt rund 700 Gäste. 

NORTHEIM (rgy) Großer Andrang herrschte am Freitagabend in der Kreis-Sparkasse Northeim am Münster. Über 700 Gäste waren der Einladung zum Neujahrsempfang gefolgt.

Sparkassendirektor Guido Mönnecke ließ zum einen das vergangene Jahr, in dem das Geldinstitut das 150-jährige Bestehen mit vielen Aktionen feierte, Revue passieren, zum anderen bot er eine Einschätzung der aktuellen geldpolitischen Entwicklung. Mit insgesamt 150.000 Euro hat die KSN im vergangenen Jahr Vereine, Schulen, Kindergärten, gemeinnützige Institutionen und Organisationen in der Region unterstützt. „Unser Jubiläumsjahr wurde getragen von zahlreichen Veranstaltungen, auf denen wir unterstreichen konnten, welch überragende Bedeutung eine kommunal verfasste Sparkasse für die Prosperität der Region hat“, betonte Mönnecke, der aber zugleich darauf verwies, dass „der Wesenskern von Sparkasse nicht in der Initiierung oder Finanzierung von gemeinwohlorientierten Veranstaltungen, sondern in der kreditwirtschaftlichen Bestätigung liegt“. Im abgelaufenen Jahr konnte die KSN die Bilanzsumme um 8,4 Prozent auf 1,354 Milliarden erhöhen. Der Bestand der Kundenforderungen erreichte trotz unverändert konservativer Risikopolitik 1,02 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von rund 6,1 Prozent, erklärte Mönnecke. Getragen wurde die Entwicklung von der Ausweitung der Ausleihungen im Firmenkundengeschäft in Höhe von 11,3 Prozent (75 Millionen Euro). Im Bereich des privaten Finanzierungsgeschäftes konnte ein Zuwachs von 1,7 Prozent erreicht werden. 2016 wurden insgesamt 4.000 neue Darlehnsvereinbarungen mit einem Volumen von nahezu 350 Millionen Euro geschlossen werden. Einen merklichen Rückgang habe man bei Kassenkrediten und Kommunaldarlehen von 16 Millionen Euro hinnehmen müssen, erklärte Mönnecke. Trotz Null-Zinsen, Wettbewerbsdruck und anhaltender Konsumfreude und Investitionsneigung konnte die KSN die Kundeneinlagen und die verwahrten Wertpapiere und Investmentfondanteile um 5,7 Prozent auf einen Betrag von knapp 1,2 Milliarden Euro erhöhen. Zufrieden zeigte sich der Sparkassendirektor auch im Vergleich mit anderen niedersächsischen Sparkassen, da die KSN zu den besonders effektiven Häusern zählt: „Im Vergleich der 45 selbstständigen niedersächsischen Sparkassen konnten wir uns weiter verbessern und nehmen erneut eine Spitzenstellung ein.“ Sehr gut hat sich auch die Vermarktung des ehemaligen Krankenhausgeländes entwickelt. Zwischenzeitlich sind alle vorhandenen 13 Einfamilienhaus-Grundstücke veräußert, von den im Bau befindlichen 39 Etagenwohnungen konnten in enger Kooperation mit den beteiligten Bauträgern bereits 33 Einheiten vermarktet werden. Das Filialnetz der KSN wurde optimiert, jedoch nicht mit großflächigen Schließungen, sondern mit der Entwicklung von zukunftsfähigen Standorten und modernster Technik. So sei zum Beispiel die Filiale in Sebexen wiedereröffnet worden. Weiterentwickelt wird auch der Ausbau der digitalen Möglichkeiten wie „Kwitt“ und „paydirekt“. Ins Gericht ging Mönnecke mit der Niedrigzinspolitik der EZB, aber vor allem auch mit der zunehmenden Regulatorik. Insgesamt mussten in den vergangenen sechs Jahren insgesamt 28 umfassende gesetzliche Neuregelungen von der KSN umgesetzt werden. „Dabei zeichnen sich die neuen Vorschriften durch eine kaum mehr zu durchschauende quantitative und qualitative Komplexität aus“, kritisierte Mönnecke. Allein die Regelungen zum Eigenkapital umfassten mittlerweile rund 700 Paragrafen und sind ohne Kommentierungen sowie Interpretations- und Umsetzungsleitfäden bereits mehr als 800 Seiten stark, machte er deutlich. Mit Blick auf die Weltpolitik forderte Mönnecke, dass es wieder an der Zeit sei, häufiger und deutlicher Farbe zu bekennen und Stellung zu beziehen, wie es Luther vor 500 Jahren vorgemacht habe. Und mit Blick auf die chinesische Astrologie zeigte er sich optimistisch. Denn ab 28. Januar beginne das Jahr des Feuerhahns, demnach ginge dem Populismus langsam die Puste aus und es würde wieder Klartext gesprochen. Das Jahr des Feuerhahns stehe für direkte und klare Kommunikation im Beruf und im Privatleben, aber auch auf der weltpolitischen Bühne.

KSN Neujahrsempfang

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