HALLO im Gespräch mit Apostel-Pastorin Dr. Susanne Barth

Kirche und Corona

Susanne Barth Fischdeko Apostelkirche
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Pastorin Dr. Susanne Barth bereitet schon die Deko für die Kirche Kunterbunt im September vor, die unter dem Motto „Petrus’ Fischzug“ steht.

Northeim – „Es ist noch nicht alles eitel Sonnenschein“, sagt Dr. Susanne Barth, Pastorin der Apostelgemeinde Northeim in Bezug auf die Corona-Pandemie. Trotzdem soll es am Sonntag, 18. Juli, einen Gospelgottesdienst vor der Kirche geben.

Das Besondere daran: Seit März 2020 darf dann auch endlich wieder die Gemeinde mitsingen. Theoretisch ist dies auch wieder in der Kirche erlaubt, Barth und der Kirchenvorstand haben aber beschlossen, lieber noch etwas Vorsicht walten zu lassen. Ursprünglich war für diesen Sonntag ein Gemeindefest geplant, dafür gibt es nach dem Gottesdienst aber noch ein gemütliches Beisammensein bei Würstchen, Waffeln und Getränken. „Es geht jetzt wieder mehr, aber halt noch mit Handbremse“, sagt die Pastorin. Sie freut sich vor allem darauf, ihre Gemeinde zum ersten Mal überhaupt singen zu hören. Die 36-Jährige kam am 1. Juni 2020 nach Northeim, mitten in der Corona-Pandemie. 
„Ich kann nur Corona“, berichtet Barth lachend. Mehr als Gottesdienste, Verwaltung und die Kasualien habe sie in dem vergangenen Jahr nicht gemacht. Vor einigen Tagen fanden immerhin zwei Taufen statt – die ersten seit Dezember. In Bezug auf die Gottesdienste habe die Apostelgemeinde das Pensum relativ hoch gehalten, nach dem Ende des ersten Lockdowns im Mai 2020 fand wöchentlich ein Gottesdienst statt. Insbesondere Organist Matthias Vespermann, Leiter der Gospelkirche, und der Kirchenvorstand hätten sie dabei äußerst gut unterstützt. Eine große Herausforderung war dabei die Umsetzung der Hygienemaßnahmen. „Ich habe Theologie und nicht Hygienewissenschaften studiert“, gibt Barth zu, findet aber, dass der Apostelgemeinde dies gut gelungen ist. Besonders erfreut ist sie, dass weder im Kindergarten noch in den drei Altersheimen im Einzugsgebiet ein Corona-Ausbruch war.
Für die Zeit nach der Sommerpause hofft die Mutter einer Tochter auf wieder mehr Aktionen in der Gemeinde. „Es gibt so viel in Apostel, was ich noch nicht kenne, das Gemeindeleben kenne ich eigentlich nur aus Erzählungen, deshalb habe ich eine sehr eingeschränkte Sicht auf die Gemeinde“, bedauert Barth und meint damit zum Beispiel die Kirche Kunterbunt, den Weihnachtsmarkt, das Sommerfest und viele weitere Aktionen.  
Für den Gottesdienst am Sonntag, der unter dem Thema „God’s been good“ von Barth, Vespermann und der Kirchenkreisband gestaltet wird und bei dem auch der Erzieher der Apostel-Krippe, John Nieberle, offiziell eingeführt wird, ist eine Anmeldung unter apostelkirchenortheim.gottesdienst-besuchen.de nötig. Ein Klappstuhl oder eine Picknickdecke sollten mitgebracht werden, einige Sitzmöglichkeiten hält aber auch die Gemeinde vor. Eine Maske muss bis zum Platz getragen werden. Für die Ferien hat die Kirche Kunterbunt außerdem eine letzte Tüte für Kinder ab drei Jahren gepackt, die nach dem Gottesdienst ausgegeben wird.

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