Kinder- und Jugendbuchautorin Beate Dölling liest in der Schule im Kirchtal

„Liebe ist ganz wichtig“

+
Freudige Erwartung auf die Lesung: Die Schüler der ersten und zweiten Klassen der Schule im Kirchtal mit Beate Dölling (Mitte).

LANGENHOLTENSEN (rgy) – Die bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Beate Dölling hat am Mittwoch den Schülern der Langenholtenser Schule im Kirchtal aus ihren Geschichten vorgelesen, aber auch Fragen zum Schriftstellerberuf und den Geschichten beantwortet. Die Verbindung zur Autorin ist über Lehrerin Judith Nack im Rahmen der Göttinger Kinder- und Jugendbuchwoche entstanden.

„Was ich vorlese, entscheide ich immer spontan, wenn ich die Kinder sehe“, berichtet Dölling HALLO im Gespräch vor der Lesung. In Langenholtensen entscheidet sie sich für das Buch „Großer Bruder gesucht“, in dem die siebenjährige Emma sich sehnlichst einen großen, starken Bruder wünscht, der gern ihr Gemüse isst und mit ihr vor dem Fernseher kuschelt, dann aber im jüngeren Nachbarsjungen Tim den idealen „Bruder“ findet. Dölling unterstützt ihre Erzählung mit den Illustrationen aus dem Buch für Erstklässler. Die Kinder lauschen gespannt und berichten anschließend rege über die Erfahrungen mit ihren eigenen Brüdern. Das zweite vorgestellte Buch handelt von der zarten Liebe, die der schüchterne Grundschüler Luca für Klassenkameradin Lilli empfindet. Während die anderen Jungen mit Imponiergehabe versuchen, Lillis Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, schafft es Luca dennoch, Lillis Herz zu gewinnen. Hin und wieder gibt es ein Kichern in der Runde der Schüler, manchmal werden Parallelen entdeckt. „Liebe ist ganz wichtig, gerade in der heutigen Zeit“, betont Dölling, die während der sich anschließenden Schülerfragen erklärt, dass sie viele Liebesgeschichten geschrieben hat, aber auch Krimis und Abenteuergeschichten. Schreiben ist für die 54-Jährige, die zuvor Kinder- und Jugendradio gemacht hat, zum Hauptberuf geworden. Rund 30 bis 40 Bücher, so sagt sie, hat sie in den vergangenen 15 Jahren herausgebracht. „Vom Schreiben zu leben war schon immer mein Traum“, erklärt sie den Schülern, und dass die Figuren in den Büchern ihr alle sehr vertraut sind. „Sie kommen beim Schreiben einfach so durch die Tür“, beschreibt sie den Prozess, wie aus einer Idee einer Person im Buch wird. Zum Abschluss liest sie den Kindern noch die lustige Geschichte von Viktoria vor, die sich Sorgen macht, als ihr Schneidezahn anfängt zu wackeln und sie versucht, ihn mit Haftcreme der Oma und Tesafilm zu fixieren. Die Schüler lauschen ganz gespannt, und sicher erinnert sich so manch einer an seinen ersten Wackelzahn. Dölling, Mutter einer 19-jährigen Tochter, erklärt, dass sie selbst immer ganz viel mitnimmt von den Lesungen: „Da hat man ein direktes und vor allem sehr ehrliches Feedback.“ Nach den Lesungen schreibe sie aber auch immer interessante Aussagen und Berichte der Schüler auf, die sie dann später eventuell in einem Buch verwenden kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare