Stadt setzt Vollsperrung nun konsequent um

Kein Durchkommen am Harztor mehr

Baustelle Harztor Northeim
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Über die Sperrung haben sich viele Fahrer einfach hinweggesetzt. Nun greift die Stadt durch.

Northeim – Am Harztor ist nun endgültig kein Durchkommen mehr, die Stadt setzt die Vollsperrung konsequent durch. Hintergrund ist das erhöhte Verkehrsaufkommen insbesondere von Nicht-Anliegern und die damit verbundene Behinderung der Bauarbeiten. 

„Der Stadt Northeim war von Beginn der Baumaßnahme an einer pragmatischen Lösung für die Verkehrsführung im Bereich bemüht. Die Stadt hat in Abstimmung mit allen Baubeteiligten immer darauf hingewiesen, dass folgende Bedingungen während der Bauzeit erfüllt sein müssen: • Schutz der Arbeitssicherheit der in der Baumaßnahme beschäftigten Personen, • Sicherung des Rettungswegs in Richtung Hammenstedt und Katlenburg,• Sicherstellung der Erreichbarkeit der Saarstraße, des Harztors und der Gartenstraße für Anwohner“, erklärt Bürgermeister Simon Hartmann.
Darüber hinaus habe die Stadt die Verkehrssituation regelmäßig überprüft und Anpassungen (direkte Bürgerbeteiligungen, Einbezug von Gewerbetreibenden und Sozialdiensten, Durchführung von Geschwindigkeitsmessungen, Aufstellen von Halteverboten und Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrszählungen) vorgenommen. „Die Auswertung des Tempoinformationsgeräts hat ergeben, dass bereits zu Beginn der Baumaßnahme mehr als 3.000 Fahrzeuge werktags die Baustelle passiert haben. Die Zahl der Fahrzeugbewegungen hat bis zum März weiter deutlich auf mehr als 4.000 Fahrzeuge zugenommen“, berichtet Hartmann. Und trotz eindeutiger Verkehrsführung nach Aufhebung der Einschränkungen in den Osterferien sei wieder ein sprunghafter Anstieg des Durchgangsverkehrs durch die Baustelle Harztor zu verzeichnen. 
Am Montag habe die Verkehrsbelastung, unter anderem mit Schwerlastverkehr, zum wiederholten Male eine nicht mehr tolerierbare Größenordnung erreicht. Trotz der angekündigten Überprüfungen seitens der Polizei, die Ahndung von Verstößen und das konsequente Zurückschicken der Fahrer habe der überörtliche Verkehr nicht ab-, sondern weiter zugenommen, moniert der Verwaltungschef. „Die Arbeitssicherheit für die bauausführende Firma sowie auch die Verkehrssicherheit für die widerrechtlich die Baustelle passierenden Autos und Lkw ist nicht mehr gegeben“, bilanziert Hartmann. Grund genug für die Baufirma, nun gegenüber der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Stadt Northeim als zuständiger Verkehrsbehörde, die konsequente Durchsetzung der Vollsperrung einzufordern, da man sich ansonsten gezwungen sehe, die Arbeiten einzustellen. Ebenfalls wurde darauf hingewiesen, dass Störungen des Bauablaufs wegen unberechtigten Befahrens des Baustellenbereiches zur Verlängerung der gesamten Baumaßnahme führen kann. „Alle Beteiligten verfolgen mit Nachdruck das Ziel, diese wichtige Ost-West-Achse schnellstmöglich wieder für den Verkehr freigeben zu können. Um die vorgenannten Ziele zu erreichen, sehen sich die Beteiligten nun gezwungen, den Maßnahmenkatalog weiter fortzuschreiben“, erklärt Hartmann. 
Für Friedhofsbesucher aus Richtung Hammenstedt ist der Friedhof über den Lohgraben erreichbar. Im Bereich Lohgraben kann auch geparkt werden. Aus Richtung Northeim ist nur die Zufahrt aus dem Weinbergsweg über den Ostring in die Saarstraße und Gartenstraße sowie bis zum Friedhofsparkplatz (Kapelle) möglich. Die Anwohner der Straße Harztor können ihre Grundstücke in Absprache mit der Baufirma jederzeit erreichen. Friedhofsbesucher aus Richtung Northeim werden gebeten, auf dem Parkplatz „In der Fluth“ zu parken oder ihren Friedhofsbesuch möglichst in die frühen Abendstunden zu verlegen. Die Kleingärten und der Flugplatz sind für Anlieger nur über die Jahnstraße zu erreichen. Der Bahnübergang am Lohgraben wird gesperrt und ist nur noch für Radfahrer passierbar.

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