1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Northeim

Der Unabhängige

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Sein Refugium: Jörg Dodenhöft genießt seine wenige Freizeit gern in seinem Garten in Hammenstedt, den er auch gern selbst mit handwerklichem Geschick gestaltet. © Foto: Gerhardy

NORTHEIM Der jetzige Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters und Kämmerer der Stadt Northeim Jörg Dodenhöft möchte als unabhängiger Kandidat die Wahl zum Bürgermeister gewinnen. 425 Unterschriften hat er nun vorgelegt, nach gesetzlichen Vorschriften wären für eine Kandidatur nur 180 erforderlich gewesen.

Bei den Kandidaten der SPD und der FUL reicht ein einfaches Votum der Mitglieder, um sich für das Amt zu bewerben. Im Gespräch mit HALLO gibt Dodenhöft Einblicke, was er sich für die Kreisstadt in Zukunft vorstellt.

„Ich sehe mich als zukünftiger Bürgermeister für alle Fraktionen, möchte alle mitnehmen“, nennt Dodenhöft gleich einen wichtigen Punkt, an dem es in der Vergangenheit unter Tannhäuser oft gemangelt habe. Die Kluft zwischen Bürger, Rat und Verwaltung solle überwunden werden. Für dieses dreidimensionale Gebilde, das zum Wohl der Stadt zusammenwirken soll, steht auch Dodenhöfts Motto Northeim3. Wichtig sei ihm, die Mitarbeiter fortzubilden, ihre Potenziale zu nutzen und zu fördern sowie eine neue Führungskultur auf den Weg zu bringen.

Wichtigste Themen

Es gibt viele wichtige Themen, die in Zukunft in Northeim angegangen werden müssen. Nach den drei wichtigsten befragt, nennt Dodenhöft die Innenstadtentwicklung, die Wirtschaftsförderung und das Erarbeiten eines Leitbildes. Die Innenstadt müsse zu einer lebendigen Stadt gestaltet werden, dafür gelte es, Angebote für junge und alte Menschen anzubieten. Barrierefreies Wohnen in der Stadt spiele dabei eine wichtige Rolle, genauso wie das generationenbezogene Mobiliar in der Fußgängerzone. Von Spielgeräten für Kinder bis zu gemütlichen Bänken zum Plauschen müsse es verschiedene Varianten geben, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Die Stadt müsse ihren Charakter ändern und zur „guten Stube“ auch im Bereich Wohnen werden, das hätte dann zur Folge, dass sich Dienstleister und Restaurants ansiedeln würden, diese wiederum würden mehr Menschen in die Innenstadt bringen, wie es andere Städte bereits vormachen. Vorstellbar sei durchaus auch, Teile der Fußgängerzone umzuwidmen, so dass Rad- oder Autoverkehr in diesen Bereichen wieder fließen könne. Nicht außer Acht lassen, könne man die Baulandausweisung, um den Bedarf zu decken, der im Speckgürtel von Göttingen vorhanden ist und sich durchaus auch bis Northeim auswirke. Genauso wichtig ist für Dodenhöft, Gewerbeflächen auszuweisen sowie den Dialog mit den Gewerbetreibenden zu intensivieren. „Bei diesen Gesprächen möchte ich die Fraktionsspitzen mit einbeziehen, damit alle auf dem gleichen Stand sind und alle erfahren, wo die Nöte der Unternehmen sind“, betont Dodenhöft seinen Willen zur guten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Rat. Außerdem stellt er sich vor, dass es für Unternehmen in Zukunft einen Ansprechpartner im Rathaus geben soll, der alles in der Verwaltung koordiniert. Ein Leitbild gemeinsam mit Bürgern und Politik für Northeim zu entwickeln, hält Dodenhöft für dringend erforderlich. Man muss wissen, welche Ziele angestrebt werden, wie sich die Stadt entwickeln soll. Junge Familien brauchen eine gute Infrastruktur, gut ausgestattete Kindertagesstätten und Schulen. Die Angebote für Jugendliche müssten sich an deren Alltag orientieren. „Sie kommen halt nicht mehr jeden Tag um 13 Uhr aus der Schule“, erklärt er und fordert für sie mehr Freizeitangebote nach Schulschluss oder am Wochenende. Die Entwicklung zur Sportstadt möchte der 57-Jährige sowohl im Breiten- als auch im Spitzensport forcieren.

Dialog mit Bürgern

Eines der ersten Projekte, die Dodenhöft in Angriff nehmen möchte, sollte er zum Bürgermeister gewählt werden, ist die Kommunikation mit der Wirtschaft und den Bürgern zu verbessern. Er möchte einen umfassenden Service einrichten, in dem Bürger immer den Sachstand einer Anfrage im Rathaus online abrufen können. Zudem stellt er sich auch einen direkten Ansprechpartner für Bürger vor und das bessere Einbinden der neuen Medien, so könne doch zum Beispiel direkt aus einer Ratssitzung heraus kommuniziert werden. Nach 100 Tagen im Amt könne er daran gemessen werden, dass die Verwaltung diese Kommunikationsstruktur aufgebaut hat, das Leitbild und eine High-Potential-Analyse auf dem Weg gebracht seien. Überzeugen will Dodenhöft die Wähler neben seinem Programm auch mit seiner Fachkompetenz und seinem guten Netzwerk zu anderen Städten, Kreisen und Spitzenverbänden in Südniedersachsen. „Ich bin führungserfahren, weiß, wie der Dialog mit den hiesigen Parteien funktioniert und kenne die Themen in Northeim und den Ortschaften“, wirft er seine Vorteile in die Waagschale. Und was wäre die erste Amtshandlung nach einer erfolgreichen Wahl? „Ich werde alle 300 Mitarbeiter anschreiben, ihnen für das Vertrauen im letzten Jahr danken und für eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft werben“, antwortet Dodenhöft. Weitere Informationen zum Wahlprogramm von Dodenhöft gibt es unter www.northeim-hoch-3.de.

Auch interessant

Kommentare