Wissenschwertes und schmackhaftes rund um die Knolle

Kartoffel International

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Der Migrationsrat der Stadt Northeim kann viele Gäste zum Stempeln un dSchlemmen bei "Kartoffel International" in der Alten Brauerei begrüßen.

NORTHEIM Im Rahmen der Interkulturellen Wochen hat der Migrationsrat der Stadt Northeim zu "Kartoffel International" in die Alte Brauerei eingeladen. Dort gab es nicht nur verschiedene Kartoffelleckereien zu probieren, sondern auch viel wissenswertes über die Knolle zu erfahren. 

„Für uns gehört die Kartoffel heute selbstverständlich zur Ernährung dazu, aber noch vor wenigen hundert Jahren sah das ganz anders aus“, erklärt Marianne Olliges von der Alten Brauerei und Mitglied im Migrationsrat der Stadt. Ursprünglich stammt die schmackhafte Knolle aus Südamerika und wurde lange bevor die Europäer sie im 16. Jahrhundert mit in ihre Heimat brachten von den Inkas angebaut und verarbeitet. Es dauerte aber noch ein weiteres Jahrhundert, bis sie sich als Nahrungsmittel durchsetzen konnte. Zuvor war sie wegen ihrer ansehn­lichen weißen Blüten, die ebenso wie die Beeren und Blätter leicht giftig sind, als Zierpflanze gehalten worden. Mit dem „Kartoffelbefehl“ wollte Friedrich der Große 1756 den Anbau der Knollen in Preußen durchsetzen. Der Legende nach waren seine Unter­tanen aber nicht überzeugt, weshalb er seine Felder von Soldaten bewachen lies, um so Bauern zum Stehlen der vermeintlich wertvollen Pflanzen zu verleiten. Heute gibt es gut 5.000 verschiedene Kartoffelsorten, von denen einige in der Alten Brauerei probiert werden konnten. „Uns geht es nicht um die Vielfalt der Kartoffel“, erklärt Yvonne Mascioni vom Café Dialog und Vorstandsmitglied des Migrationsrates. „Wir wollen zeigen, wie vielfältig sie in verschiedenen Kulturen zubereitet wird.“ An mehreren Ständen konnten Gäste unter anderem einen mexikanischen Kartoffeleintopf, armenische Kartoffeltaschen, Langosch, frittierte Spiralkartoffeln und vieles mehr gegen eine kleine Spende probieren. Wer sich sattgegessen hatte konnte auch mit Acrylfarben Taschen, auf denen das Logo der Stadt und des Migrationsrates aufgebügelt war, mittels Kartoffeldruck verschönern und als Andenken mit­nehmen. (sth)

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