Nutzungsvertrag für Stadthalle wird bis zum 30. September verlängert

Impfzentrum bleibt länger bestehen

Krankenwagen vor Impfzentrum Northeim
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Die Northeimer Stadthalle bleibt bis zum 30. September noch das Impfzentrum des Landkreises.

Northeim – Der ursprünglich mit der Stadt Northeim geschlossene Nutzungsvertrag für die Stadthalle als zentrales Impfzentrum sieht als Enddatum den 15. August vor. Bund und Land gehen derzeit allerdings davon aus, dass die Impfzentren in Niedersachsen noch bis zum 30. September betrieben werden sollen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Northeim hat daher g einer Verlängerung der Nutzung bis zum 30. September zugestimmt. Die Nutzung ist aber zeitlich letztmalig auf diesen Zeitpunkt begrenzt.

„Wir kommen damit einem ausdrücklichen Wunsch des Landkreises Northeim nach. Wir stehen somit zu unserer fortgesetzten Verantwortung für ein Gelingen der Impfkampagne, die vom Impfzentrum, den Hausärzten und zunehmend auch von den Betriebsärzten so herausragend durchgeführt wird. Dafür danke ich den Hilfsorganisationen, den Ärzten sowie den medizinischen Fachkräften sehr herzlich. Aber leider werden die Akteure immer wieder von den unterbrochenen und zögerlichen Impfstofflieferungen zurückgeworfen. Das muss seitens des Bunds jetzt dringend beschleunigt werden. Die Stadt Northeim appelliert an die Verantwortlichen, die benötigten Impfstoffmengen sicherzustellen. Mein ausdrücklicher Dank gilt auch den Kulturschaffenden in unserer Stadt und der Region, die diese Entscheidung in großer Solidarität getragen haben. Mir ist wichtig, dass wir eine konkrete zeitliche Perspektive für die Nutzung der Stadthalle schaffen. Daher hat der Verwaltungsausschuss beschlossen, dass der Rückbau des Impfzentrums so rechtzeitig durchgeführt werden muss, dass das geplante Konzert des Göttinger Symphonieorchesters am 3. Oktober sicher stattfinden kann“, erklärt Northeims Bürgermeister Simon Hartmann.
Aktuell haben mehr als die Hälfte (50,7 Prozent) der Kreiseinwohner zumindest eine Erstimpfung erhalten. Die Quote der Zweitimpfungen liegt bei 27 Prozent.
„Ich hoffe, wir können die niedergelassenen Ärzte und Betriebsärzte auf dem Weg zur Herdenimmunität bis September noch tatkräftig unterstützen“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel. „Mehr Impfstoffe würden dabei helfen“, betont sie und dankt der Stadt Northeim für die Nutzungsverlängerung der Stadthalle.
Für die Ende August geplante Figurentheaterkonferenz des Theaters der Nacht befinden sich Stadt und Landkreis mit dem Theater im intensiven Austausch, um eine alternative Eventlocation zu finden. „Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir eine Lösung finden“, zeigt sich Klinkert-Kittel zuversichtlich.

Aufgrund erster Reaktionen auf diese Information betont die Landrätin, dass das Impfzentrum im Auftrag des Lands betrieben wird. Dieser Auftrag läuft bis zum 30. September. Mit dem Beschluss der Stadt wird die ursprüngliche Vereinbarung somit der vom Land vorgegebenen Laufzeit angeglichen. Die Entscheidung über die Dauer des Vorhaltens eines zentralen Impfangebots liegt einzig bei Bund und/oder Land. Von dort wird somit letztendlich auch die Impfstrategie für den Landkreis Northeim vorgegeben.
Auf dieser Basis geht der Landkreis davon aus, dass ab Oktober weiterhin von niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten geimpft wird.

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