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Kein Kavaliersdelikt

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Zeigen einen alten und neuen Stromzähler im Vergleich: Thorsten Buschjost (Abteilungsleiter Technik der SWN) und Niels Klauenberg (Messstellenbetrieb SWN). © Foto: Gerhardy

NORTHEIM (rgy) - „Das illegale Abzweigen von Wasser und Energie kommt leider immer wieder vor“, berichtet Thorsten Buschjost, Abteilungsleiter Technik bei den Stadtwerken Northeim, auf HALLO Anfrage. Dabei handele es sich keinesfalls um ein Kavaliersdelikt, sondern um Diebstahl und auch Sach-beschädigung. „Wenn wir das entdecken, wird es auch zur Anzeige gebracht“, betont er.

Oft gebe es abenteuerliche Methoden, um Wasser, Strom oder Gas illegal für die eigene Nutzung anzuzapfen. Insbesondere bei Gas sei das auch äußerst gefährlich, wenn selbst irgendwelche Leitungen gebastelt würden, erklärt er. Auch bei der illegalen Wasserentnahme würden zum Teil eigenmächtig Umleitungen gebaut oder die Zähler demontiert. Oder das Wasser würde zum Beispiel von Baufirmen oder Zirkussen direkt am Hydranten abgezapft, ohne zuvor einen Zähler bei den Stadtwerken zu beantragen. „Aber wir überprüfen regelmäßig die Messeinrichtungen, die dem Eichgesetz unterliegen.“ Problematisch sei es manchmal, die Manipulation einer bestimmten Person zuzuordnen, was dann vor Gericht für eine Verurteilung notwendig sei. Am häufigsten, so die Erfahrungen der Stadtwerke, würden alte Stromzähler mittels Magneten manipuliert. Um diesem Missbrauch vorzubeugen, werden nun intelligente, elektronische Zähler eingebaut. Diese ermöglichen, dass der Verbrauch direkt bei den SWN ausgelesen werden kann und bei Manipulation ein Warnsignal erfolgt. Zunächst werden sie für die Stromzählung eingesetzt. Später sollen aber auch Gas und Wasser darüber abgerechnet werden.

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