Hitzige Diskussion über Umbenennung der Straße

Hindenburg bleibt

Hindenburgstraße Northeim Straßenschild
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Die Hindenburgstraße in Northeim behält ihren Namen: Mit 19 Gegenstimmen lehnte eine Mehrheit des Rats eine mögliche Umbenennung ab.

Northeim – Die Hindenburgstraße behält ihren Namen. Das beschloss der Northeimer Stadtrat während seiner viereinhalbstündigen Sitzung am Donnerstag. Mit 19 Gegenstimmen wurde somit der Antrag von Grünen und SPD abgelehnt, die Hindenburgstraße in Sophie-Scholl-Straße umzubenennen.

Vorausgegangen waren der Abstimmung zwei ausführliche historische Diskurse der Ratsherren Hans Harer (Grüne) und Hartmut Schmidt (AfD) über Paul von Hindenburg. „Hindenburg taugt als freiheitliche Identifikationsfigur nicht“, begründete Harer den Antrag. Auch Rolf Pflugmacher schloss sich ihm an. „Wir sollten keine Verbrecher ehren, indem wir Straßen nach ihnen benennen“, so der Linke. Für ihn sei auch die Kostendiskussion um den auf die Anwohner zukommenden Aufwand bei Dokumentumschreibungen und Mitteilungen der Adressänderung „lächerlich“. „Und die Arztpraxen dort sind nicht so arm, dass sie sich nicht einen neuen Stempel leisten können“, begründete Pflugmacher, warum dies kein Argument gegen eine Umbenennung sei. Die AfD beantragte, statt der Umbenennung Hinweistafeln an die Straßenschilder anzubringen. „Straßennamen sollen erinnern und Bewusstsein für die eigene Geschichte und Kultur schaffen“, erklärte Maik Schmitz. Und auch Malte Schober (CDU) argumentierte ähnlich: „Wir können nicht die Erinnerungskultur löschen, sondern müssen und mit Geschichte auseinandersetzen. Die Hindenburgstraße in Northeim behält ihren Namen: Mit 19 Gegenstimmen lehnte eine Mehrheit des Rats eine mögliche Umbenennung ab.

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