Steffen Köhler möchte Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde

Herr der Kronkorken

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Herr über inzwischen drei Millionen Kronkorken, die – alle fein säuberlich in Kisten verstaut – gelagert werden: Steffen Köhler.

WIEBRECHTSHAUSEN (rgy) – „Am Anfang war es eigentlich eine Schnapsidee“, berichtet Steffen Köhler. Auf einer Party Ende 2009 haben ein Freund und er sich überlegt, mit einer Kronkorkensammlung den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu schaffen. Damals wurde dieser mit 3,5 Millionen Kronkorken von einer hessischen Schule gehalten.

Inzwischen haben die Sammler ihren Rekordversuch bei dem Guinness-Buch angemeldet und bereits rund drei Millionen Kronkorken gesammelt. Was in einer Partylaune entstand, artet heute schon manchmal in Arbeit aus, berichtet Köhler. Denn es gilt nicht nur die Kronkorken zu sammeln und zu zählen, sondern sie müssen auch noch verstaut werden. Der eigene Kellerraum war schnell überfüllt, inzwischen hat er einen eigenen Lagerraum in der Nachbarschaft für die zahlreichen Kartons gefunden. Er verwendet auch nur noch gleichgroße Kartons, die etwa 12.500 Kronkorken fassen. So kann man die Kisten besser stapeln und muss auch nicht mehr jeden einzelnen Kronkorken zählen. „Anfangs habe er das noch gemacht“, berichtet der Wiebrechtshäuser, doch das hat einfach zu viel Zeit gekostet. Dann habe er mithilfe einer Tennisballdose in einer Zählserie ermittelt, dass darin immer 250 Kronkorken hineinpassten. Später nutzte er einen Eimer zum Abzählen, der 1.000 umfasste und nun in die Kartons. Beim Sammeln wird Köhler von zahlreichen Menschen in der Region unterstützt. „Immer wieder kommen Leute und bringen Kronkorken in Tüten vorbei“, freut er sich. Sogar in der Schweiz hat er eifrige Unterstützer, die regelmäßig Kronkorken schicken. Im ersten Jahr habe man noch allein gesammelt und es auf einige Tausend gebracht. Dank Unterstützer sind 2014 eine Million neue Kronkorken hinzugekommen. Der Landwirtschaftsstudent sammelt auf Masse, nicht nach verschiedenen Sorten, wobei es wohl mindestens 1.000 unterschiedliche in den Kisten gibt. Ziel ist, die fünf Millionen zu knacken, um damit zumindest eine Urkunde oder sogar einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu bekommen. In zwei Jahren hofft er, dieses Ziel erreicht zu haben. Die Kronkorken sollen dann an einen Metallhändler verkauft und mit dem Erlös eine Party für die Hauptlieferanten ausgerichtet werden. „Es ist schon toll, was für Geschichten man auch um das Sammeln herum erlebt“, freut sich der 26-Jährige. So habe er schon von Leuten auf einem Supermarktparkplatz Kronkorken geschenkt bekommen.

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