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Hartmann: „Erinnerung an Holocaust bleibt aktuell“

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Northeim Entenmarkt Gedenkstein Gedenken 77. Jahrestag KZ-Auschwitz Befreiung
Zum Holocaust-Gedenktag legten Teilnehmende still und leise kleine Kieselsteine auf das Mahnmal am Entenmarkt. © Martin Friese

Northeim – Mahnende Erinnerung gegen neuen Hass, Gewalt und Intoleranz: Bürgermeister Simon Hartmann hat zum 77. Jahrestag der Befreiung Überlebender im Konzentrationslager (KZ) Auschwitz mit Vize-Bürgermeister Holger Lambrecht ein Gesteck am Gedenkstein für ehemalige Northeimer Mitmenschen jüdischen Glaubens abgelegt.

Das KZ Auschwitz stehe als Symbol für millionenfachen Mord an Jüdinnen und Juden, anderen Bevölkerungsgruppen und politischen Gegnern. Durchorganisiert worden sei der industrialisierte Menschenmord bei der Wannsee-Konferenz 1942. „Wir gedenken heute aller Opfer, die der Terror des Nationalsozialismus gefordert hat. Wir gedenken Millionen von Menschen, die entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden“, sagte Hartmann.
 Die Erinnerung an die Opfer bleibe aktueller Auftrag in der Bürgergesellschaft, bekräftigte der Bürgermeister – auch angesichts wachsender Radikalisierung von Impfkritikern, Testgegnern und Maskenfeinden. Voller Sorgen verfolge er die als „Spaziergänge“ getarnten Aufzüge auch durch Northeim. 
  „Unsere Geschichte zeigt, wie politische Radikalisierung eine freiheitliche, liberale und demokratische Gemeinschaft von innen heraus ins Wanken bringen konnte.“ Jüngste Angriffe auf gewählte Volksvertreter und Mandatsträgerinnen, auf Polizeikräfte, auf Kirchenleute, zudem die Missachtung von Wissenschaften oder das Verbreiten von Verschwörungstheorien „dürfen nicht zu einer akuten Bedrohung für unser Zusammenleben in Frieden und Freiheit werden“, so der Rathauschef: „Ich verurteile diese Straftaten und Grenzüberschreitungen in aller Schärfe!“ - cmf

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