Rat stimmt dem B-Plan für den Neubau der Schuhwall zu

Grünes Licht für die neue Schuhwallhalle

Alte Schuhwallhalle
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Die alte Schuhwallhalle hat ausgedient: Der Stadtrat hat dem B-Plan für den Neubau nun zugestimmt.

Northeim – Das lange Hin und Her bezüglich des möglichen Neubaus der Schuhwallhalle hat während der jüngsten Stadtratssitzung ein Ende gefunden: Mit 25 Ja- und sieben Neinstimmen sowie zwei Enthaltungen hat der Stadtrat den B-Plan nun genehmigt.

„Ich habe Bauchschmerzen bei der Zustimmung, aber es muss vorangehen“, begründete Helga Jäger (CDU) ihr Votum, sparte jedoch nicht mit Kritik an der Verwaltung: „Zu den meisten Fragen, die im Bauausschuss gestellt wurden, gibt es keine konkreten Antworten, sondern nur Verweise auf die Ausführungsplanung, auf die wir wenig Einfluss haben.“ Dem widersprach Bürgermeister Simon Hartmann und betonte, dass die Politik sehr wohl auf die Ausführungsplanung Einfluss nehmen könne. Besonders die geplante Skateranlage und der Bolzplatz sorgten für Unmut bei einigen Ratsmitgliedern, da beispielsweise der Platz zu klein oder die Skateranlage zu laut seien. Unter anderem auch deshalb stimmte Armin Töpperwien (FUL) gegen den B-Plan: „Das ist ein Jahrhundertprojekt, das gründlich diskutiert werden muss, da darf Zeit keine Rolle spielen.“ Kerstin Lorentsen (CDU) sah dies jedoch vor allem im Bezug auf die Skateranlage ganz anders: „Wir wollen, dass sich Jugendliche einbringen, deshalb hat man sich vor drei Jahren mit ihnen zusammengesetzt und sich gemeinsam mit dem Jugendbeirat für diesen Standort der Skateranlage entschieden. Es kann nicht sein, dass wir jetzt wieder von vorne anfangen, das ist ein katastrophales Zeichen nach Außen, vor allem für Jugendliche, die sonst die Lust verlieren, sich überhaupt noch einzubringen.“ 
Da sich die Diskussion auch dieses Mal im Kreis drehte und bereits mehrfach vorgetragene und ausgiebig diskutierte Punkte erneut angesprochen wurden, beantragte Heiner Hegeler (CDU) die Schließung der Rednerliste; dem wurde zugestimmt. 
Gute Nachrichten gibt es zudem von der Kreisverwaltung. Landrätin Astrid Klinkert-Kittel schlägt eine höhere Kreisbeteiligung bei dem Bau der neuen Schuhwallhalle vor. Der Kreistag hatte der Stadt bereits im November 2019 einen Investitions­zuschuss des Landkreises in Höhe von drei Millionen Euro zugesagt. Denn der Landkreis möchte die neue Halle künftig auch für den Schulsport nutzen und hat somit ebenfalls ein Interesse, dass eine moderne Sporthalle zur Verfügung steht. Klinkert-Kittel hat dem Kreisausschuss nun allerdings vorgeschlagen, den Kreiszuschuss auf 4,2 Millionen Euro zu erhöhen. Der Investitionszuschuss sollte ursprünglich in Höhe einer möglichen Eigeninvestition für eine für den Schulsport minimal erforderliche Zweifeldsporthalle erfolgen. „Die kreiseigenen Sporthallen werden neben dem Schulsport aber auch in sehr großem Umfang für den Vereins- und Breitensport genutzt“, so Klinkert-Kittel. Die Hallengrößen weichen daher in der Praxis von den DIN-Richtwerten ab. Um den Vereins- und Breitensport angemessen auch für den Neubau der Schuhwallhalle zu berücksichtigen, hat die Kreisverwaltung nun entsprechende Neuberechnung durchgeführt. „Wir dürfen auch nicht außer Acht lassen, dass aufgrund der konjunkturellen Hochphase in der Baubranche mit erheblichen Kostensteigerungen zu rechnen ist“, erklärt die Landrätin ihren Vorschlag und hofft auf die Zustimmung des Kreisausschusses.

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