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Großeinsatz nach Bankraub

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Von: Janina Watermann

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Gelände ehemalige Zuckerfabrik Northeim
Die ehemalige Zuckerfabrik: Auf dem riesigen Areal wurden die Täter vermutet. © Janina Watermann

Northeim/Höckelheim – Zu einem mehrstündigen Groß­einsatz im Bereich der alten Zuckerfabrik kam es am Mittwoch in Northeim. Auf dem unübersichtlichen Gelände mit zahlreichen verwinkelten Gebäuden wurden zwei junge Männer vermutet, die am Vormittag gegen zehn Uhr die Sparkassenfiliale in Höckelheim überfallen hatten. Dabei bedrohten sie eine Angestellte mit einer Schusswaffe und  erbeuteten eine vierstellige Geldsumme. Der genaue Betrag steht noch nicht fest. Die Mitarbeiterin blieb körperlich unverletzt. 

Schon kurze Zeit später kreiste ein Hubschrauber der Bundespolizei über Northeim. Mehrere Stunden lang befand er sich schließlich in der Luft. Aufgrund erster Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass sich die Täter auf dem Areal der alten Zuckerfabrik aufhalten könnten, weshalb die Polizei mit Hilfe von Spezialeinheiten der Polizei Niedersachsen, Kräften der zentralen Polizeidirektion, umliegenden Dienststellen und Polizeihunden das gesamte Gelände umstellte. Neben dem Hubschrauber kamen dann auch Drohnen der Polizei und der Feuerwehr zum Einsatz. Ferner waren rund 45 Rettungskräfte vom DRK, ASB und den Johannitern sowie ein Notarzt und die Feuerwehr vor Ort. Dies sei die übliche Vorgehensweise, wenn Schusswaffen im Spiel sind, berichtet Sven Wolf, Pressesprecher der Polizeiinspektion Northeim. Zu der Anzahl der ein­gesetzten Polizeikräfte gibt es aus internen Gründen keine Angaben. Wegen des Groß­einsatzes war auch die Bahnstrecke des Regionalverkehrs für mehrere Stunden gesperrt. Die Polizei bat die Bevölkerung, den gesamten Bereich weiträumig zu meiden. „Vor Ort war es dann auch relativ ruhig“, ist Wolf froh, dass seine Kollegen ohne Schaulustige in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen konnten.
Bis etwa 18.45 Uhr durchsuchten die Spezialkräfte das gesamte Gelände samt der zahlreichen Gebäude. Dabei waren auch laute Knallgeräusche, ähnlich wie Silvester­böller, im Stadtgebiet zu hören. Wie Wolf mitteilt, wurden diese Knallgeräusche von der Polizei extra mit dem Ziel eingesetzt, die Täter aufzuschrecken und aus ihrem Versteck zu locken. Doch vergebens: Die Suche blieb erfolglos, die beiden jungen Männer sind weiter auf der Flucht. Eine Täterbeschreibung liegt vor (siehe unten). Die Polizei bittet die Bevölkerung weiter um Hinweise unter 05551/70050.

Täterbeschreibung

Täter 1
• etwa 20 Jahre alt
• dunkler Parka mit Fellkapuze
• graue Jeans
• schwarze Mütze
• weißer Mund-Nasenschutz
• dunkle Schuhe

Täter 2
• etwa 20 Jahre alt
• schwarze Bomberjacke
• beiger Pullover mit schwarzen Kordeln
• graue Jeans
• weißer Mund-Nasenschutz
• dunkle Chucks mit weißer Sohle

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