Regionalministerin Honé sieht gute Chancen für „Wohnen in der Altstadt“ 

Geld für „Zukunftsräume“ in Fachwerk5Eck-Städten 

Förderbescheid-Übergabe im Northeimer Theater der Nacht mit Ruth Brockhausen, Land- und Kreistagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt, Regionalministerin Birgit Honé, Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener, Einbecks Rathauschefin Dr. Sabine Michalek, Northeims stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Haendel, Astrid Paus vom Amt für regionale Landesentwicklung und Heiko Brockhausen.
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Förderbescheid-Übergabe im Northeimer Theater der Nacht: Mit (v.l.) Ruth Brockhausen, der Land- und Kreistagsabgeordneten Frauke Heiligenstadt, Regionalministerin Birgit Honé, Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener, Einbecks Rathauschefin Dr. Sabine Michalek, Northeims stellvertretendem Bürgermeister Wolfgang Haendel, Astrid Paus vom Amt für regionale Landesentwicklung und Heiko Brockhausen.

Northeim – Niedersachsens Regionalministerin Birgit Honé hat den Fördermittelbescheid ganz persönlich zugestellt im Northeimer Theater der Nacht: Genau 143.160 Euro aus dem Landesförderprogramm „Zukunftsräume“ fließen jetzt an das Fachwerk5Eck mit den südniedersächsischen Mittelzentren Duderstadt, Einbeck, Hann. Münden, Northeim und Osterode am Harz für das Projekt „Wohnen in der Altstadt – Reaktivierung im Bestand des Fachwerk5Ecks“. Damit stehen für das Projekt insgesamt 238.000 Euro zur Verfügung. 

Leerstehende Handels- und Wohnflächen sollen als bedarfsgerechter Wohnraum reaktiviert werden. Das Projekt knüpft an das Vorgängerprojekt „Forum WohnRaum Fachwerk5Eck“ an. Jetzt soll eine Koordinierungsstelle entstehen, in der passgenau Lösungen für Eigentümer abgestimmt werden. Der Zusammenschluss der fünf Mittelzentren habe Vorbildcharakter, betonte Ministerin Birgit Honé nach der Begrüßung durch Northeims scheidenden stellvertretenden Bürgermeister, Wolfgang Haendel. Das Fachwerk5Eck sei ein Vorzeigeprojekt für Zusammenarbeit zugunsten einer nachhaltigen Kleinstadtentwicklung geworden: „Gemeinsam sind bessere und größere Projekte umsetzbar“.

Mit dem Fördertopf „Zukunftsräume“ soll die Widerstandsfähigkeit von Kleinstädten als Ankerpunkte im Flächenland Niedersachsen gestärkt werden soll. Honé sieht beim Wohnen ein Schlüsselthema nachhaltiger Stadtentwicklung, zumal Experten durch die Corona-Pandemie mit einer Renaissance des Lebens und Wohnens jenseits der Großstädte rechnen. „Das Fachwerk5Eck kann von diesem Trend profitieren. Deshalb setzt das Wohnraum-Projekt genau an der richtigen Stelle an“, sagte die Ministerin im Theater der Nacht.

Die Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung für den Amtsbezirk Braunschweig, Dr. Ulrike Witt, zeigte sich sehr erfreut über die Förderung. „Das Projekt ist ein bemerkenswertes Beispiel, wie nachhaltige Stadtentwicklung vor Ort gemeinsam mit Hauseigentümern gestaltet werden kann. Leerstände werden beseitigt, alte Häuser modernisiert. Die Innenstadt wird durch Wohnen belebt. Es gibt einen Kümmerer, einen Koordinator, der die Hauseigentümer auf diesem Weg begleitet. Es ist ein Projekt aus einem Guss und zeitgemäße kooperative Stadtentwicklung“, ließ Witt wissen. Dabei sei die Bewilligungsbehörde gar nicht einfach zu überzeugen: Der Förderantrag der Fachwerk5Eck-Städte, bestätigte Astrid Paus vom Braunschweiger Landesentwicklungsamt, sei gut gestellt worden.

„Wir haben schon viele Gespräch mit den Hauseigentümern in unseren Altstädten geführt. Gründe dafür, warum manche die notwendige Sanierung und Modernisierung nicht durchführen, sind vielfältig“, erklärte Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek namens aller Fachwerk5Eck-Städte. „Hier wollen wir mit persönlichen und individuellen Hilfsangeboten unterstützen. Beispielsweise sehen wir ein großes Potenzial bei der Umwandlung von leerstehenden Ladengeschäften in Wohnraum außerhalb der Kern-Einkaufsstraßen“, so Michalek. Mit „einer kompletten Personalstelle“ sollen die Schwerpunkte der fünf Städte herausgearbeitet werden. Davon profitierten auch umliegende Orte.

Das Programm „Zukunftsräume“ des Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung richtet sich an Klein- und Mittelzentren ab 10.000 Einwohnern. Gefördert werden stadtregionale Kooperationen und Entwicklungsprojekte für bessere Versorgung und mehr Lebensqualität in den Zentren. Seit 2019 wurden landesweit 31 Projekte mit insgesamt 8,3 Millionen Euro gefördert. Im Zuge der vierten Förderrunde werden 19 weitere Projekte in das Programm aufgenommen. „Zukunftsräume“ sollen auch 2022 fortgesetzt werden. cmf

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