France -Mobil zu Besuch in der Thomas-Mann-Schule

Frankreich in der Klasse

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Lektorin Maëva Lagarde besucht die Thomas-Mann-Schule in Northeim und bringt den Schülern die französische Sprache näher.

Northeim – „Je m’appelle Maëva“, stellt sie sich die 24-jährige Französin, die mit dem France-Mobil in Niedersachsen und Bremen unterwegs ist den Schülern der Thomas-Mann-Schule-Northeim vor. Sie will den Schülern die Sprache und Kultur des Nachbarlandes näherbringen. 

Sie hat einen großen Schaumstoffwürfel in den Händen. Mit ihr in einem Kreis stehen 12 Schüler. Der große Würfel wird zu Musik in der Gruppe hin und her geworfen, bis diese plötzlich stoppt. Nach einem Würfelwurf muss der Schüler, der ihn zu letzt in der Hand hatte, eine der fünf Fragen, nach dem Namen, dem Alter, dem Wohnort, einem Hobby, den Sprachen die man spricht oder bei einer Sechs, dem Bingo, alle fünf auf Französisch beantworten. Nach und nach erfahren so alle Teilnehmer der 7R etwas über die anderen. Seit September ist Maëva Lagarde dreimal die Woche unterwegs, um Schülern im Kontakt mit einer Muttersprachlerin Freude der Sprache und Kultur des Nachbarlandes zu vermitteln. „Das France-Mobil war das letzte Mal vor gut fünf Jahren bei uns“, erklärt Lehrerin Magda Moogk. „Mit etwas Abwechslung kann man die Freude an der zweiten Fremdsprache gut erhalten.“ So lernen die Schüler nicht nur etwas über die anderen Unterrichtsteilnehmer, sondern müssen auch, in zwei Gruppen aufgeteilt, ihr Hörverstehen unter Beweis stellen. Lagarde spielt über einen kleinen Lautsprecher französische Liedausschnitte und je zwei Teilnehmer müssen möglichst schnell die an der Tafel angeschlagenen Begriffe und Sätze heraushören und zuordnen. Als kleine Überraschung erklärt Lagarde den Schülern, dass nicht alle Sänger der Lieder tatsächlich auch aus Frankreich kommen. Unter ihnen sind auch Interpreten aus Kanada, Belgien, der Demokratischen Republik Kongo und dem Libanon. Alles Länder, in denen Französisch eine große Rolle spielt. Die Sprachkenntnis sei deshalb nicht nur aus beruflicher Sicht, sondern auch für die Urlaubsplanung von Vorteil. Nachdem sie ihr Programm abgeschlossen hat, enthüllt sie, zur großen Überraschung der Schüler, dass sie sich auch auf Deutsch mit ihnen verständigen kann. Sie selbst hat Deutsch und Englisch und später noch Deutsch-Französische Beziehungen in Saarbrücken studiert. Später machte sie weitere interkulturelle und -nationale Erfahrungen in Leipzig und Bremen. Nach der 7R erhalten noch drei weitere Klassen der Schule die Chance, mit der Muttersprachlerin in Kontakt zu treten. Wer sich ebenfalls für das kostenfreie Programm des France-Mobil interessiert kann sich auf www.france­mobil.fr informieren und den Besuch der Lektorin anfragen. (sth)

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