Firma Piening unterstützt bei Krisenvorsorge

Erste Tankstelle mit Notstromversorgung im Landkreis Northeim

Tankstelle Piening Notstromversorgung
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In Northeim steht die erste Tankstelle mit Notstromversorgung (von links): Michael Rosehr (Geschäftsführer Piening), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Holger Schulz, Volker Klinge (Mitarbeiter der FTZ Northeim) und Marko de Klein (Kreisbrandmeister).

Northeim – Im Landkreis Northeim gibt es seit einigen Wochen die erste Tankstelle, die mit einem externen Notstromanschluss auch im Falle eines Stromausfalls weiter betrieben werden kann und damit die Versorgung von Einsatzfahrzeugen im Krisenfall sicherstellt.

Nach Bekanntwerden der Neubauplanungen für eine Tankstellenanlage der Firma Georg Piening Mineralölhandel und Energieservice GmbH & Co. KG in Northeim wurden unmittelbar konstruktive Gespräche zwischen dem Landkreis Northeim und der Firma zur Errichtung einer solchen Tankstelle mit Notstromversorgung aufgenommen. Die Firma hat sich daraufhin bereit erklärt, beim Neubau der Automaten-Tankstelle an der Robert-Bosch-Straße in Northeim die technischen Voraussetzungen für eine externe Notstromeinspeisung zu schaffen. Der erforderliche Notstrom zum Betrieb der Tankstelle wird bei Bedarf von der Kreisfeuerwehr mittels einer, in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Northeim vorgehaltenen, Netzersatzanlage eingespeist.

„Ich hoffe, dass dieser Fall nie eintreten wird, aber es ist ein gutes Gefühl, dass dank dieses gemeinsamen Engagements die Versorgung der Einsatzfahrzeuge sichergestellt werden kann. Mein Dank gilt hier der Firma Piening, die aus freien Stücken und ohne wirtschaftlichen Vorteil in diese Technik und damit in die Krisenvorsorge und die Sicherheit der Bevölkerung investiert hat“, freut sich Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Bereits seit rund zwei Jahren befasst sich der Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises in Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk, Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und andere, mit dem Thema Stromausfall. Bei einer genauen Risikobetrachtung wurde schnell festgestellt, dass es im gesamten Kreisgebiet keine gewerblichen Tankstellen gab, die im Falle eines Stromausfalls mittels Notstrom weiterbetrieben werden könnte.

Eine Versorgung der Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften mit dem erforderlichen Treibstoff war daher im Krisenfall bisher mit großem Aufwand verbunden. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein lokales Thema im Landkreis Northeim, sondern um eine bundesweite Problematik. „Selbst bei einem Neubau einer Tankstellenanlage gibt es bisher keine Verpflichtung eine entsprechende Vorrichtung für eine externe Notstromeinspeisung zu verbauen oder sogar ein eigenes Notstromaggregat vorzuhalten, obwohl dies im Hinblick auf eine Notfallvorsorge zu begrüßen wäre“, berichtet Holger Schulz, Fachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Northeim. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir mit der jetzigen Lösung für den Notfall gut vorbereitet sind.“

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