Drohne der BBS II: Neue Chancen für Bau und Landwirtschaft

Einsatz in vielen Bereichen 

Übergabe Drohne an BBS II Northeim
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Beim Demonstrationsflug der neuen Profidrohne der BBS II Northeim (von links): Susanne Peters und Markus Albrecht (beide Lehrkräfte), Ute Assmann (KSN-Vorstandsvorsitzende), Ingo Stein (stellvertretender Schu­l­leiter), Gernot Bollerhei (KSN) und Oliver Homrighausen (Teamleiter Bautechnik).

Northeim – Ganz neue Möglichkeiten für die Bereiche Bau, Agrar und Jagd der BBS II Northeim bietet die Profidrohne, die die Schule mit ihrem Förderverein dank einer 4.000-Euro-Unterstützung der Kreis-Sparkasse Northeim angeschafft hat. Was das Modell Typhoon Yuneec H520 alles leisten kann, demonstrierte Oliver Homrighausen, Teamleiter Bautechnik, an einem Feld unterhalb des Wieters.

Die vielen Möglichkeiten der Drohne seien beeindruckend. Zwar habe man die Steuerung schnell verinnerlicht, doch hängt hinter den ganzen Funktionen eine aufwändige Software. „In die Programmierung muss man sich ganz schön reinfuchsen“, erklärte Homrighausen. Denn allein im Baubereich könnten mit der Drohne etwa Wärmebrücken an Gebäuden aufgespürt, Bauschäden dokumentiert, Flächen und Volumen berechnet oder Pläne, auch in 3D, erstellt werden. Der Agrarzweig könne bei der Ermittlung von Wild- oder Baumschäden sowie bei der Analyse des Düngebedarfs profitieren.
Eine wichtige Rolle soll die Drohne aber unter anderem bei der Rehkitzrettung spielen. Denn mit dem restlichen Geld der KSN-Spende und einer möglichen Förderung, die der Förderverein der Schule bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beantragen wird, möchte die Schule eine Wärmebildkamera im Wert von rund 2.000 Euro anschaffen, mit der die Jungtiere in den Feldern und Wiesen aus der Luft aufgespürt und genau lokalisiert werden können. Hilfreich dafür: Es können einzelne Missionen einprogrammiert werden, die die Drohne dann selbstständig abfliegt, wie Homrighausen eindrücklich am Beispiel eines Felds am Waldrand zeigte. Ein Knopfdruck reicht aus, um die Drohne zum Startpunkt zurückfliegen und landen zu lassen.
Eingesetzt werden soll das moderne Fluggerät mit   360-Grad-Kamera nicht nur in den genannten Bereichen, sondern später auch in einer neuen Berufsfachschule, die sich derzeit im Aufbau befindet. Wie Susanne Peters, Studienrätin im Agrarbereich, ausführte, sollen dort vor allem Möglichkeiten geboten werden, in verschiedene Aspekte der Ökologie und des Umweltschutzes hineinzuschnuppern, um „ein grünes Grundverständnis zu schaffen“. Sie erklärt: „Wir wollen jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihren Schwerpunkt zu finden. Das ist ein ganz tolles Konzept, das wir uns überlegt haben.“

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