„Change the Future“: Stadt Northeim ruft zur Klimaschutz-Challenge auf

Ein Tool für die Zukunft

Simon Hartmann Anna-Lena Enskat Change the Future Handy-Sammelbox Northeim
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Die Handy-Sammelbox steht ab sofort bereit. Bürgermeister Simon Hartmann und Klimaschutzmanagerin Anna-Lena Enskat hoffen auf viele „Change the Future“-Teilnehmer.

Northeim – Es sind die kleinen Schritte von Einzelnen, die etwas bewirken. Um diese Schritte zu wagen und Motivation und Interesse zu wecken, ruft die Stadt Northeim für diesen Monat (Aktionszeitraum 1. bis 28. Oktober) zu einer Challenge auf, die jeder Teilnehmer ganz nebenbei im Alltag bewältigen kann. „Change the Future“ lautet das Motto dabei, Unterstützung bietet ein gleichnamiges Online-Tool.

Das Projekt wurde vom Klima-Bündnis im Rahmen des EU-Projekts „Change the Power – Power to Change“ entwickelt. Seit 1995 ist die Stadt Northeim Mitglied dieses Städtenetzwerks, dessen Mitgliedskommunen – mehr als 1.700 aus 26 europäischen Ländern – sich seit mehr als 25 Jahren für das Weltklima einsetzen. Nach der Anmeldung bei „Change the Future“ kann als Einzelperson fortgefahren oder einem Team beigetreten werden.

„Durch das Tool können ganz viele Kleinigkeiten in den Alltag integriert werden. Es soll auch einen Austausch auf kommunaler Ebene anregen.“

Klimaschutzmanagerin Anna-Lena Enskat

Das Online-Tool, das bereits im vergangenen Jahr als Probeversion getestet wurde und nun für alle freigeschaltet ist, kann als Dokumentations- oder auch als Starthilfe verstanden werden. „Durch das Tool können ganz viele Kleinigkeiten in den Alltag integriert werden. Es soll auch einen Austausch auf kommunaler Ebene anregen“, erklärt Anna-Lena Enskat, seit April Klimaschutzmanagerin der Stadt Northeim. 24 Aktionen aus den Bereichen Energie, Ernährung, Konsum und Mobilität können schließlich ausgewählt werden, mit deren Abschluss dem eigenen Profil sowie dem Team, das aus Kollegen, Freunden, Vereinen oder etwa Schulklassen bestehen kann, Punkte gutgeschrieben werden. Das kann unverpacktes Einkaufen, eine Bahnfahrt oder ein Bankwechsel sein.

„Es geht darum, dauerhaftes Interesse zu wecken“, sagt Bürgermeister Simon Hartmann, dessen Verwaltung mit positivem Beispiel vorangeht und bereits mehrere Teams gestellt hat. Dabei soll auch der Wettkampf-Charakter helfen. Denn auf der Plattform wird eine Rangliste erstellt – für Einzelpersonen, Teams und Kommunen. Enskat und er hoffen, Northeim am Ende des Aktionszeitraums im oberen Bereich wiederzufinden. Und auch die Northeimer Teams können sich auf eine Belohnung freuen, wenn sie Ende Oktober die städtische Rangliste anführen.

Handy-Sammelbox im Rathaus

Eine der Aktionen, die den Nutzern Punkte einbringen können, heißt „Recycle alte Elektrogeräte“. „Deswegen gibt es jetzt eine Sammelbox im Rathaus“, informiert Enskat, dass die Box für Handys, Tablets, Netzteile, Ladekabel und Headsets ab sofort im Anmeldebereich des Rathauses zu finden ist. Die Erlöse gehen an den Insektenschutzfonds. „Es sind viele kleine Schritte möglich, die auch ein bisschen zum Umdenken anregen können“, hofft Enskat auf möglichst viele Teilnehmer in den kommenden Wochen – und gerne auch darüber hinaus.

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