DLRG Northeim ruft zu Spenden für neues Rettungsboot auf

„Rescue“ vor dem Ruhestand

Raphael Holz und Sven Guse auf dem Rettungsboot Rescue
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Hoffen auf weitere Spenden für ein neues Boot: Raphael Holz (links) und Sven Guse von der DLRG Northeim in dem beinahe 30 Jahre alten Rettungsboot „Rescue“.

Northeim – Beinahe 30 Jahre ist das Rettungsboot „Rescue“ der DLRG Northeim schon alt, Zeit also, ein neues, moderneres anzuschaffen. „Doch das ist leider nicht so einfach“, berichtet Vorsitzender Sven Guse. Denn die 17.000 bis 20.000 Euro, die ein gutes gebrauchtes und generalüberholtes Rettungsboot kostet, kann die Ortsgruppe aus Eigenmitteln nicht stemmen.

Wie Guse und der zweite Vorsitzende, Raphael Holz, betonen, sind die Rettungsschwimmer allerdings darauf angewiesen. „Wir möchten, dass am Kiessee jeder sicher sein kann, auch wenn Veranstaltungen sind, die wir ehrenamtlich begleiten und sichern“, erklärt Guse. Die Rettungsschwimmer sind wie andere Vereine auch ehrenamtlich tätig, übernehmen aber vor allem im Sommer am Kiessee große Verantwortung, indem sie Wunden oder Insektenstiche versorgen, Präventionsarbeit leisten und eben auch entkräftete Schwimmer mit ihrem Boot aus dem Kiessee retten. Außerdem wird das Boot neben dem Quad für „Rundfahrten“ eingesetzt, bei denen die Rettungsschwimmer Badegäste an den nicht zum Baden freigegebenen Stellen über Gefahren im und am Wasser informieren. 
Das in die Jahre gekommene Boot tut zwar noch seinen Dienst, wie lange noch, ist aber äußerst unsicher. Der Zweitakter-Außenborder hat schon Oldtimerstatus, es gab bereits Wassereinbrüche und zudem gibt es keinen Platz für die Personenversorgung. „Außerdem ist die Bordwand sehr hoch, das erschwert eine Rettung aus dem Wasser“, ergänzt Holz. In dem neuen Boot soll vor allem genug Platz sein, um im Notfall eine Reanimation noch auf dem Wasser durchführen zu können. „Wir wollen, dass es in Northeim auch weiter keine Ertrinkungstote gibt“, gibt Guse als Ziel aus. 
Da dem Verein vor allem wegen des Ausfalls von Schwimmkursen und der Betreuung von Events am Kiessee – für letztere erhält die DLRG meist eine Aufwandsentschädigung – wichtige finanzielle Einnahmequellen seit mehr als einem Jahr weggebrochen sind, ist er auf die Mithilfe von Privatpersonen oder Unternehmen angewiesen. Denn auch andere Tätigkeiten, wie Kita-Tage, Sanitätsdienst oder Badeaufsicht führen die Rettungsschwimmer ehrenamtlich durch und schaffen von ihren wenigen Einnahmen unter anderem Verbandsmaterial und auch Kuscheltiere zum Trösten der Jüngsten an. „Wenn jeder Northeimer theoretisch nur einen Euro spenden würde, könnten wir ein neues Boot finanzieren“, rechnet Guse vor. Knapp 11.000 Euro sind so inzwischen schon zusammengekommen. Und auch die Stadt Northeim hat ihre finanzielle Unterstützung angeboten, wie Bürgermeister Simon Hartmann gegenüber HALLO verrät. „Es ist super, dass so viele Menschen spenden“, freut er sich und betont, dass die Wasserrettung einen hohen Stellenwert haben muss.
Wer die DLRG mit einer Spende, für die der Verein auch eine Spendenquittung ausgeben kann, unterstützen möchte, kann den Betrag auf das Konto der DLRG OG Northeim e.V., IBAN DE69 2625 0001 0100 0843 18, BIC NOLADE21NOM (Verwendungszweck „Spende neues Boot“) überweisen. 

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