Dorfregion Mooredörfer: Ziele der Förderung

Der übergreifende Zusammenhalt

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Wollen die soziale Dorfentwicklung in den Mooredörfern voranbringen (von links): Dr. Josef Diekgerdes (Ortsbeauftragter Schnedinghausen), Anja Friedmann (Stadt Northeim), Bürgermeister Simon Hartmann und Ludwig Binnewies (Ortsbürgermeister Höckelheim) sowie Lilli Brak mit Tochter Sinja und Bianka von Roden von der Planungsgruppe Puche.

Northeim – Als einzige Ortschaft der Stadt Northeim ist Höckelheim noch nicht in den Genuss einer Förderung im Rahmen der Dorfentwicklung, früher Dorferneuerung, gekommen. Um Höckelheim in das Projekt aufzunehmen, mussten neue Anforderungen bedacht werden. Konkret bedeutet das: die Bildung der Dorfregion „Mooredörfer“. Über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Förderung informieren Vertreter der Stadt Northeim, der beteiligten Ortschaften und der projektbegleitenden Planungsgruppe Puche.

Eines verbindet die Ortschaften Höckelheim, Schnedinghausen, Berwartshausen und Hillerse in besonderem Maße: die Moore und damit einhergehend die Hochwasserproblematik. So entstand die Dorfregion Mooredörfer, die im Dezember 2018 erfolgreich in das Programm „Soziale Dorfentwicklung“ aufgenommen wurde. Dahinter verbirgt sich eine Planungsphase, die der eigentlichen Förderphase im Rahmen der Dorfentwicklung vorgeschaltet ist. Ziel dieser Phase ist nicht nur, verschiedene Projekte vorzubereiten und damit förderfähig zu machen, sondern vor allem zunächst den sozialen Zusammenhalt auch über die Dorfgrenzen hinaus zu stärken. Die Dorfbewohner sollen sich besser kennenlernen, Kompetenzen sollen aufgetan und zusammengebracht werden. Lilli Brak von der Planungsgruppe Puche zufolge soll sich dabei nicht nur auf die künftige Förderung der Dorfentwicklung verlassen, sondern auch über andere Finanzierungsmöglichkeiten informiert werden. „Damit es sich langfristig trägt“, erklärt sie, denn das Engagement vor Ort soll nicht nachlassen, sobald die Förderung ausläuft.

Erste Ideen

Nach einem Startergespräch im Juni dieses Jahres gab es Anfang September den Auftakt mit anschließendem Dörferforum in Höckelheim. Seitdem werden fleißig Ideen geschmiedet, die zum Teil auch völlig unabhängig von der späteren Förderphase umgesetzt werden könnten, erklärt Höckelheims Ortsbürgermeister, Ludwig Binnewies. So befänden sich etwa bereits eine Streuobstwiese und ein übergreifendes Dorfcafé in der Vorbereitung. „Die Menschen, die da mitmachen wollen, sehen schon konkrete Ziele“, betont er. Die vorgeschaltete Planungsphase empfinde er als sinnvoll: „Dieser Austausch zwischen den Dörfern kann jetzt schon stattfinden und kostet nichts.“ Umso besser sei es, wenn engagierte Personen schon vor Beginn der tatsächlichen Förderphase bereitstehen und sich Gedanken gemacht haben, denn: „Letztendlich muss es getragen werden von den Akteuren vor Ort.“

Auch Schnedinghausens Ortsbeauftragter, Dr. Josef Diekgerdes, beschreibt die bereits stattgefundene Auftaktveranstaltung als „sehr befeuernd“. Doch gebe es, wie für so vieles derzeit, einen Dämpfer: „Uns ist die Pandemie dazwischengegrätscht. So ein Engagement lebt von dem Erfolg.“ Zwar gebe es viele Ideen, doch könnten sie während der Corona-Krise kaum umgesetzt werden, da nur wenige Personen teilnehmen dürften.

Dorfmoderatoren

Darüber hinaus soll die Ausbildung von so genannten Dorfmoderatoren weiter verfolgt werden, erklärt Verwaltungsmitarbeiterin Anja Friedmann, die das Projekt von Seiten der Stadt Northeim begleitet. Diese Personen treten nach einer entsprechenden Schulung ehrenamtlich als Ansprechpartner, Vermittler und Koordinatoren vor Ort auf und erleichtern so die Ideenfindung und Projektentwicklung. Die bereits geplante Ausbildung musste coronabedingt abgesagt werden, ein neuer Termin ist bereits für Januar vorgesehen. Weitere Interessierte können sich bei Friedmann unter der Telefonnummer 05551/966332 oder per E-Mail an friedmann@northeim.de melden. Bei einer Mindestteilnehmerzahl von zehn Personen könnte auch ein Schulungstermin direkt vor Ort organisiert werden.

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