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Neues Bootshaus am See

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NORTHEIM n Während der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt war der Northeimer Kiessee in mehreren Punkten Thema des Tages. Direkt zu Beginn der Sitzung bemängelte Sven Guse, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Northeim, während der Einwohnerfragestunde den Zustand des städtischen Bootshauses.

Durch das Dach komme der Regen hinein, die Fenster schützen nicht vor Wind. Von den drei Herrenduschen seien nur zwei funktions­fähig und auch das nur eingeschränkt. Die Situation in der einzelnen Damen­dusche, die nach einem Übungstreffen bis zu 40 Frauen benutzen möchten, sei ebenso katastrophal. Bereits mit dem ehemaligen Bürgermeister habe er über die Problematik gesprochen, jedoch sei bisher nichts von der Stadt unternommen worden. Jörg Dodenhöft, allgemeiner Vertreter der Verwaltung, konnte hier teilweise für Erleichterung sorgen. Die Sanierung der Fenster sei bereits im kommunalen Investitionsprogramm be­rücksichtigt und werde im laufenden Jahr angegangen. Auch der Drachenbootverein ist mit der aktuellen Situation unzufrieden und plant derzeit einen Neubau. „Wichtig war es für uns ,energetisch auf dem neuesten Stand zu sein, damit wir in Zukunft Kosten sparen können“, erklärte Marcus Wilke, Vorsitzender des Vereins. Zur Realisierung des zurzeit entworfenen Neubaus empfahl die Planungsgruppe Puche einige Änderungen am derzeitigen Bebauungsplan, die von den Ausschussmitgliedern hinterfragt wurden. Eckhard Ilsemann bemängelte unter anderem, dass für das neue Gebäude ein Flach- oder Pultdach ermöglicht werde und eine zweigeschossige Bauweise erlaubt. Die bisherigen Bauwerke in dem Gebiet seien eingeschossig und wiesen Satteldächer auf. „Aus stadtplanerischer Sicht wurde festgelegt, dass die Gebäude ein ähn­liches Erscheinungsbild aufweisen sollen, wieso sollte man davon jetzt abweichen?“, hinterfragte Ilsemann die den Vorschlag. Auch die Anhebung der Grundflächenzahl, die beschränkt wie viel Prozent der Grundfläche bebaut werden darf, von 0,4 auf 0,6 stieß auf Kritik. „Die neue Zahl ist ohne Überschreitung. Die bestehende Regelung gilt für Hauptanlagen, während Nebenanlagen wie Zufahrten in dieser Zahl nicht erfasst werden“, erläuterte ein Sprecher der Planungsgruppe Puche. Aus diesem Grund seien die Zahlen in ihrem Ergebnis vergleichbar. Jedoch sei es, bei dem aktuellen Entwurf des Drachenbootvereins, auch möglich erneut den Wert von 0,4 mit Überschreitungsregelung zu verwenden. Der Ausschuss kam im Punkt der Bebauungsplanänderung schließlich nicht zu einer Entscheidung, sondern verständigte sich darauf, zunächst eine Ortsbegehung durchzuführen, um das Gebiet begutachten zu können. Zum Abschluss der Sitzung resümierte Bauamtsleiter Lars Bredemeier nach einem Jahr im Amt über die abgeschlossenen und angestoßenen Maßnahmen. n sth

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