DLRG leistet Badeaufsicht am Northeimer Freizeitsee / Unterkunft marode

Neuer Wagen nötig

+
Nur noch marode: DLRG-Ortsgruppenvorsitzender Sven Guse demonstriert die Baufälligkeit des Wagens.

NORTHEIM (rgy) – Der Northeimer Freizeitsee ist gerade im Sommer ein beliebtes Ausflugziel für Wassersportler und Badegäste. An einen schönen Sommertag halten sich oft 300 bis 400 Menschen an der Badebucht auf, nutzen den See zur Abkühlung bei der Hitze. Die Ehrenamtlichen der DLRG sorgen am und auf dem Wasser für die Aufsicht. Allein im vergangenen Jahr haben sie etwa 300 Stunden geleistet. Doch leider ist der Wagen der Badeaufsicht am Ufer mehr als in die Jahre gekommen, eigentlich nicht mehr zu gebrauchen, bemängelt DLRG-Ortsgruppenvorsitzender Sven Guse.

Schon das Eintreten in den rund 40 Jahre alten Bauwagen, der hier für die Badeaufsicht und auch für Erste Hilfe Maßnahmen bereitsteht, gestaltet sich schwierig. Der Tritt ist abgängig, ebenso das Vordach, weshalb die Tür nur geöffnet werden kann, wenn das Dach hochgedrückt wird. Der marode Zustand setzt sich im Inneren fort. Es reicht muffig, da das Dach undicht ist und es regelmäßig hereinregnet, ist alles durchgefault. „Eigentlich können wir den Wagen nur noch als Lager verwenden, wer möchte hier schon, wenn er sich zum Beispiel den Fuß aufgeschnitten hat, verbunden werden“, fragt Guse. Auch die Ehrenamtlichen der DLRG möchten sich nicht gern darin aufhalten, weshalb sie immer vor Dienstbeginn einen Pavillon aufbauen, um etwas Schutz vor Wind und Wetter zu haben. Alle wichtigen Materialien werden ebenfalls jedes Mal vom Bootshaus bis zum Badesee gefahren. Der Verein hat nicht die Mittel, ein neues Quartier am See zu erwerben und hofft deshalb um Unterstützung. Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser hat sich kürzlich vor Ort von dem maroden Zustand des Wagens überzeugt, er versprach den DLRG mit Dingen, die eventuell der Bauhof zur Verfügung stellen könnte, zu unterstützen. Appellierte aber auch, dass sich möglichst Sponsoren finden sollten, um den Verein bei seiner wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Zehn ausgebildete jugendliche Rettungsschwimmer und sieben Erwachsene kümmern sich bei schönem Wetter in der Regel von 12 bis 18 Uhr um die Badeaufsicht. „Wir erfahren da viel Zuspruch von den Badegästen“, betont Guse die Bedeutung der Arbeit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare