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Deutsche und ukrainische Familien vernetzen sich

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Kennenlerntreffen in Sudheim
Willkommenskultur in Sudheim. © Reuter-Lieseberg

Sudheim - „Gibt es noch andere geflüchtete Familien hier? Darf ich kochen und habt Ihr WLAN?“ Mit diesen ukrainischen Fragen teils auf Englisch sehen sich deutsche Gastfamilien dieser Tage zuerst konfrontiert, wenn sie geflüchtete Familien aus den Kriegsgebieten der Ukraine aufnehmen. Betroffene Bürger und Bürgerinnen in Sudheim hatten daher zum Kennenlerntreffen bei Kaffee, Tee und gespendeten Leckereien eingeladen.

So konnten die ukrainischen Frauen und Kinder Kontakte aufbauen, Sorgen teilen oder einfach nur unbekümmert spielen und zur Ruhe kommen. Alle Familien waren der Einladung gefolgt und bedankten sich rührend über die Gastfreundlichkeit und Willkommenskultur, die Ihnen hier in Sudheim begegnet.

„Die Sprachhürde ist unser größtes Problem“, so ein Gastvater. Ferner gilt es, Behördengänge zu erledigen und Ärzte zu finden, die noch Patienten*innen annehmen. Was alle Eltern kennen – egal welcher Nationalität: Die Kids wachsen schnell und Kleidertausch ist auch in den Gastfamilien sofort ein Thema. Die Kinder seien jetzt auch nicht mehr so schreckhaft, wenn sie etwas Lautes hören oder ein Flugzeug am Himmel fliegt, so eine Mutter.

Zum Schluss der Veranstaltung wurden Willkommenstaschen mit zahlreichen Spenden übergeben: Bastel- und Büroartikel, Brotdosen, Spielsachen, Hygieneartikel, Bücher, Infobroschüren und -pläne zur Orientierung, Obst, Blumen, Kuchen und Gebäck.

Die Gastfamilien bedanken sich auch namens der Flüchtlingsfamilien bei allen privaten Spendern*innen aus Sudheim, beim Fruchthof Northeim, der Bären Apotheke und Tobias Schnabel für die Spenden und den schönen Nachmittag: „Es tröstet und gibt Hoffnung; wir sind nicht allein…,“ so eine Ukrainerin beim Abschied. Wenn die Ferien vorbei sind, geht es weiter mit der Integration ins System wie Kita oder Schule, während die Männer in der Ukraine an der Front kämpfen, um ihre Heimat zu verteidigen.

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