Spielerisch Deutsch lernen / Neues beim Nähkurs

Gemeinsam Schneidern

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Gemeinsam mit Schneidermeisterin Tanja Mill (Mitte) stellen die Teilnehmerinnen am Nähkursus Amalia Algaier (rechts) und Aisel Ciceck schöne, bunte Kleidungsstücke und Gebrauchsgegenstände her.

Northeim – Bereits seit zwölf Jahren trifft sich Schneidermeisterin Tanja Mill in den Räumen des Vereins „Deutsch für Alle“ mit Frauen, um gemeinsam zu nähen und zu schneidern. Dabei kommen auch außergewöhnliche Stücke heraus.

„Eine Teilnehmerin hat einmal ein Abendkleid genäht, aber sie hatte auch schon Vorerfahrung“, gibt Mill als Beispiel an. Die meisten der Damen, mit denen Mill sich mittwochs von 14 bis 17 Uhr trifft, beginnen jedoch mit leichteren Projekten, die von Gardinen über Kopfkissen­bezüge bis zum Umnähen von Hosen reichen. Mit etwas Übung und Geduld werden jedoch auch eigene Projekte wie Umhänge- oder Hand­taschen kreiert. Generell könne alles genäht werden, was die Maschinen aushalten. „Nicht alle Menschen haben eine Nähmaschine zuhause“, erklärt Mill weiter. Einen Knopf annähen, sei von Hand zwar normalerweise kein Problem, ein ausgerissener Reißverschluss zum Beispiel sei da eine größere Herausforderung. „Frau Mill ist so super“, freut sich Vorsitzender Jochen Lehmann darüber, dass sie den Kurs seit so langer Zeit vorbildlich leitet. Für das laufende Jahr stehen jedoch einige Änderungen an. Im Gegensatz zu vorher werden jetzt für jede dreistündige Teilnahme am Kursus fünf Euro Teilnahmegebühr fällig. Dies sei auch notwendig, um laufende Kosten wie die Raummiete und Reparaturen an den Maschinen finanzieren zu können. Anmeldungen werden bis zum 19. Februar immer dienstags von 13 bis 16 Uhr im Sekretariat des Vereins, Mauerstraße 42, in Northeim, von Kerstin Ißmer entgegengenommen. Während des Kurses wird mit hochwertigen Stoffen, die von Privatleuten, aber auch örtlichen Unternehmen wie Wilvorst und Breckle gespendet werden, gearbeitet, im Vordergrund steht aber der gemeinschaftliche Austausch der Teilnehmerinnen untereinander. So können die Frauen nicht nur Nützliches für sich und ihre Familie herstellen, sondern auch spielerisch ihre Deutschkenntnisse verbessern. Aufgrund des vorhandenen Platzes und der Menge der Maschinen ist die Teilnehmerzahl auf zehn Frauen beschränkt. (sth)

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