Northeimer Jahrbuch 2021

Erstes Exemplar für den Bürgermeister

Dr. Stefan Teuber und Ekkehard Just (Stadtarchivar a. D.) haben Bürgermeister Simon Hartmann
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Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber und Ekkehard Just (Stadtarchivar a. D.) haben Bürgermeister Simon Hartmann (M.) in guter Tradition das erste Exemplar des aktuellen Jahrbuchs übergeben.

Northeim – Heute hat der Heimat- und Museumsverein für Northeim und Umgebung den 86. Jahrgang des Northeimer Jahrbuchs vorgelegt. In guter Tradition überreichte der Vereinsvorsitzende, Stadtarchivar Dr. Stefan Teuber, gemeinsam mit Stadtarchivar a.D., Ekkehard Just, dem die Redaktion und das Layout obliegt, das erste Exemplar dem Northeimer Bürgermeister Simon Hartmann.

Seit 1925 gibt es diese Reihe, kriegs- und nachkriegsbedingt mit einigen Vakanzen. Bei einem solchen Jahrbuch sollte immer mitgedacht werden, dass die Aufsätze nicht nur für das jeweilige Jahr geschrieben werden, sondern den aktuellen Forschungsstand liefern und für Jahrzehnte Bestand haben. Das erste Northeimer Jahrbuch, damals hieß die Reihe noch „Heimatblätter“, verzeichnet auch noch heute interessante und wichtige heimat­geschichtliche Artikel. So geht eine Anzahl von Exemplaren an Forschungseinrichtungen, so z.B. an das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte und das Institut für Historische Landesforschung an der Uni Göttingen … und natürlich an die Uni-Bibliothek.

Für den Stadtarchivar a.D. Ekkehard Just war die heutige Vorlage des Jahrbuchs ein besonderes Ereignis, war es doch „sein“ 25. Jahrbuch, seit er 1997 die Redaktion übernommen hatte. Bürgermeister Hartmann und auch Stadtarchivar Dr. Teuber dankten Just für ein Vierteljahrhundert Engagement für die Sache und den Verein. Hartmann dankte auch den Autoren und Autorinnen und den weiteren Helfern sowie dem Heimat- und Museumsverein und seinen Mitgliedern, die dieses Projekt über fast ein Jahrhundert stemmen. Alles was mit dem Jahrbuch zusammenhängt, bevor es in den Druck geht, wird ehrenamtlich geleistet. Zehn Artikel liegen diesmal vor, fünf davon tragen der Tatsache Rechnung, dass der Verein nicht nur für Northeim spricht … auch der Begriff „Umgebung“ ist ja im Vereinsnamen. Dr. Hans-Joachim Winzer stellt das Geschlecht der Herren von Bilshausen vor, Dr. Birgit Schlegel schildert das Leben einer Elvershäuserin, Jahrgang 1907, und Reinald Wegner setzt sich mit dem Leben des Fredelslohers Heinrich Pramann auseinander, der in den 1930er und 40er Jahren ein führender SA-Mann im Landkreis Northeim war.

 Aufgemacht wird der Artikelreigen mit Walter Jockers Geschichte der Bühler Orgel, wobei man trefflich streiten kann, ob Bühle nun Teil Northeims ist oder zur Umgebung gehört. Arno Schelle greift ein Ereignis aus den 1980er Jahren auf, „als das Kreishaus schwankte“ und beschäftigt sich mit Erdbeben in unserem Gebiet. Werner Uerkvitz geht der Einführung der Schulpflicht in Northeim nach, ein Prozess, der im 16. und 17. Jahrhundert begann und spätestens 1840 hier angekommen ist. Hans Harer ist der Geschichte des Denkmals auf dem Weinberg auf der Spur und Ekkehard Just lässt die fünfzig Jahre von 1966 bis 2016 Revue passieren, diesmal unter dem Aspekt Politik und Verwaltung. Einer aktuellen Thematik, dem Umgang mit dem Straßennamen Hindenburg, nimmt sich Just in einem weiteren Artikel an, indem er die Geschichte um die Namensgebung 1933 und deren Beibehaltung bis heute schildert. Klaus Röglin beschreibt das 2020 abgeschlossene Projekt des Heimat- und Museumsvereins: die neue historische Beschilderung im Bürgersaal. Birte Kiel-Just beschließt den historischen Teil des Jahrbuchs mit der Stadtchronik des Jahres 2020. Es folgen noch die regelmäßigen Berichte aus Archiv und Museum, Buchbesprechungen, Vereins­nachrichten.

Das Jahrbuch hat 198 Seiten, die Bilder sind vornehmlich farbig gedruckt. Die Auflage beträgt 468 Exemplare, kostet 10 Euro und ist im Stadtarchiv und Heimatmuseum sowie in den Buchhandlungen Grimpe und Papierus erhältlich.

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