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BBS II Northeim legt großen Wert auf Praxisbezug

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Schüler und Lehrerinnen untersuchen Fläche
Es lässt sich jetzt schon erkennen, dass die Schüler mit Hilfe des Projektes Rückschlüsse auf ihr eigenes Handeln als Landwirte ziehen können und somit den Artenreichtum auf ihren eigenen Flächen erhöhen können. © BBS II Northeim

Northeim – „Was finden wir eigentlich für Tiere und Pflanzen in verschiedenen Ökosystemen, und was können wir daraus für Rückschlüsse ziehen?“ Diese Frage stellen sich zurzeit die Schüler der Einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft der BBS II Northeim.

Im Rahmen des Unterrichtes der angewandten Naturwissenschaften von Anne Dorothee Ilse und Referendarin Maria Stolle sammelten die Schüler im Zeitraum von September bis März verschiedene Daten auf eigenen Flächen. So wurden unter anderem Dauergrünland, Weizenschläge, Rapsschläge und Wälder auf ihre Flora, Fauna und die klimatischen Verhältnisse untersucht, ausgewertet und verglichen. Die Schüler haben hierbei in Kleingruppen jeweils drei verschiedene Flächen zu einem spezifischen Ökosystem ausgearbeitet. Am Ende dieses Projekts wurden die verschiedenen Ökosysteme zusammengeführt und hinsichtlich ihrer Tier- und Pflanzenwelt gegenübergestellt. Hierbei stellte sich schnell heraus, dass extensiv bewirtschaftete Flächen, wie zum Beispiel Dauergrünland und Streuobstwiesen, eine viel größere Vielfalt an z.B. Insekten und Kräutern aufweisen als die intensiv bewirtschafteten Weizen- oder Rapsflächen. Auch wurden die Ökosysteme hinsichtlich ihrer Veränderungen im Jahresverlauf untersucht, um Faktoren der Biodiversität und des Artenschutzes beurteilen zu können.

Im Rahmen einer außerschulischen Lernortverlagerung ins biotopenreiche Harzvorland und das Gipskarstgebiet wurden eine Feuchtwiese, eine Karstwiese und eine dauerbeweidete Pferdeweide untersucht. Die Lerngruppe konnte hierbei feststellen, dass die Nutzungsart und Lage der Fläche einen erheblichen Einfluss auf die dort lebenden Tiere und Pflanzen hat. Vollends ausgewertet wird das Projekt im Juni. Es lässt sich jetzt schon erkennen, dass die Schüler mit Hilfe des Projektes Rückschlüsse auf ihr eigenes Handeln als Landwirte ziehen können und somit den Artenreichtum auf ihren eigenen Flächen zukünftig erhöhen können. Somit leisten sie einen großen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität, sind in der Lage, die Vielfalt an Lebewesen auf ihren Flächen zu erhöhen und dem allseits auftretenden Artensterben entgegen zu wirken.

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