Baugebiet „Am Martinsgraben“: Lob für die Vorgehensweise

„Ein Paradebeispiel“ 

Baugebiet Martinsgraben Northeim
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Für das Baugebiet „Am Martinsgraben“ hat die Planungsgruppe Puche nun Vorschläge vorgelegt, wie dort künftig Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie eine Kita Platz finden.

Northeim – Erstaunlich harmonisch verlief die jüngste Sitzung des Fachausschusses für Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Northeim. Die Mandatsträger sparten nicht mit Lob für die Verwaltung. Grund war der Bebauungsplan NOM Nr. 126 „Am Martinsgraben“, für den die beauftragte Planungsgruppe Puche verschiedene Vorschläge bezüglich der Wohnbebauung vorgelegt hatte – im Vorfeld der Sitzung, so dass die Fraktionen diese ausgiebig beraten konnten, was auf besondere Zustimmung seitens der Politiker traf.

„Für mich ist das ein Paradebeispiel für das, was wir in der Vergangenheit immer  gefordert haben“, bemerkte etwa Armin Töpperwien (FUL), und auch Eckhard Ilsemann (FDP) lobte die gemachten Vorschläge, mit denen „sehr gut gearbeitet werden konnte“. Rainer Giesemann (SPD) ergänzte: „Ich finde diese Vorgehensweise optimal.“

Den städtebaulichen Konzeptionen der Planungsgruppe Puche zufolge könnten in dem Plangebiet am südlichen Stadtrand Northeims neben einer Kinder­tagesstätte im südwestlichen Bereich und einem Regenrückhaltebecken am tiefsten Punkt im Nordwesten Ein- und Mehrfamilienhäuser bedacht werden. Vor allem die Ringerschließung sagte dem Ausschuss bei der Straßenplanung fraktionsübergreifend zu, doch müsse die Höhe der Gebäude noch einmal überdacht werden. Zudem müssten sich die Neubauten städtebaulich in das Gebiet einfügen. Über die friedliche und konstruktive Zusammenarbeit freute sich vor allem Bürgermeister Simon Hartmann, der glaubt, damit ein positives Signal nach außen senden und klar zur Attraktivität des Gebiets beitragen zu können.

Auch Dirk Puche vom zuständigen Planungsbüro zeigte sich erfreut über das Lob seitens der Politik, die aber bereits einen guten Rahmenplan vorgegeben habe, welcher die Anordnung von Ein- und Mehrfamilienhäusern beinhalte. Dennoch legte er dem Ausschuss seine Anregung ans Herz: „Ich persönlich hätte mir von Ihnen etwas mehr Mut gewünscht für die städtebauliche Entwicklung in Northeim.“ Konkret heißt das: mehr Mut für Mehrfamilienhäuser. Puche erklärte: „Ich hätte mich gefreut, wenn Sie die Chance genutzt hätten, etwas mehr moderne Urbanität nach Northeim zu holen.“ Schließlich seien moderne, urbane Wohnkonzepte in der heutigen Gesellschaft oft noch stärker nachgefragt als die Realisierung eines Eigenheims mit Garten.

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