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Apfelsaft-Alarm im Biberbau

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600 Kilogramm Äpfel wurden in den heimischen Gärten gepflückt und zum Biberbau transportiert.
600 Kilogramm Äpfel wurden in den heimischen Gärten gepflückt und zum Biberbau transportiert. © KiTa Biberbau

Northeim – Im Herbst ist Apfelzeit. Das dachte sich auch der Kindergarten Biberbau und nutzte die reiche Ernte für einen Vorrat an Apfelsaft. Wer den Kindergarten des Kinderschutzbundes in der Reddersenstraße unweit des Northeimer Hallenbades kennt, wird sich fragen, wo die Äpfel herkamen.

Äpfel werden geschreddert
Gemeinsam wurden die reiche Ernte geschreddert. © KiTa Biberbau

Aus der Idee eines Vaters beim Elternabend wurde in kürzester Zeit ein Projekt für Kinder und Eltern. Da Vater Heiner Siegesmund bereits Erfahrung mit der „Produktionsstraße“ für Apfelsaft hatte, stellte die Berufsbildende Schule II in Northeim ihre Anlage zur Verfügung. Was noch fehlte, waren Äpfel. Mit einem Aufruf in den sozialen Medien gewann Elternvertreterin Alexandra Flörke mehrere Hobby-GärtnerInnen für eine Spende. Im Ergebnis standen rund 600 Kilogramm Äpfel, die die Eltern und Kinder in den heimischen Gärten pflückten und zum Biberbau transportierten. Anfang Oktober wurde gemostet und in Vakuum-Schläuche abgefüllt.

An der Presse
An der Presse: Die KiTa Biberbau hat mit 300 Litern Apfelsaft ihre Jahresversorgung sichergestellt. © KiTa Biberbau


Am Ende konnte mit fast 300 Litern nicht nur die Jahresversorgung an Apfelsaft bilanziert werden. Wertvoll und unbezahlbar waren das Engagement und die Zusammenarbeit aller: Kindergarten, Familien, BBS II-Northeim und BürgerInnen aus Northeim und Umgebung. Die Kinder haben voller Einsatz geerntet, gewaschen und die Eltern beim Mosten unterstützt. Eine Tochter schickte ihren Vater beim Abholen wieder weg, da sie weiterhelfen wollte.

Es heißt, dass der Alltag der Erwachsenen die Kindheit der Kinder ist. Oft sind es kleine Ideen mit großer Wirkung. Dafür sagen alle Familien und der Kindergarten „Danke“ an alle, die das Erlebnis ermöglicht haben: „Halten auch Sie die Augen offen, wo Sie Kinder unterstützen können. Es lohnt sich für alle!“

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