Aktive Mittagspause der Northeimer Polizei / Demo am 24. November in Hannover

Angst vor der Niedergruppierung

Aktive Mittagspause Polizei Northeim
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Die Beschäftigten der Northeimer Polizei verleihen ihren Forderungen bezüglich der anstehenden Tarifverhandlungen mit einer aktiven Mittagspause Nachdruck.

Northeim – Ihrem Ärger Luft machten mehr als 20 Beschäftigte der Polizei Northeim am Dienstag während einer aktiven Mittagspause, nachdem es auch in der zweiten Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) keine Annäherung gegeben hat.

Aufgerufen zu dem Protest für eine angemessene Bezahlung hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Der Landesvorsitzende der GdP, Dietmar Schilff, ist von der Verhandlungsbereitschaft der Länder enttäuscht, da die Forderungen der öffentlich Beschäftigten ignoriert würden und die Arbeitgeber noch kein Angebot unterbreitet hätten. Die Forderungen der Gewerkschaften GdP, Verdi, GEW und DGB für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder seien angemessen und liegen bei einer Einkommenserhöhung um fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von einem Jahr sowie die zeit- und inhaltgleiche Übernahme auf den Beamten- und Versorgungsbereich. Im Bereich der Polizeiinspektion Northeim sind davon rund 30 Mitarbeiter, also gut jeder Zehnte, betroffen.
Sauer stößt der Polizei vor allem auf, dass die TdL erst dann über Einkommenserhöhungen verhandeln möchte, wenn über das die Eingruppierung, den Arbeitsvorgang, gesprochen wird. Der Arbeitsvorgang ist die Grundlage der Eingruppierung nach Tarif. Dabei sollen bisher einzeln erfasste Tätigkeiten, wie Kopierarbeiten, Telefonate, Recherche oder Erstellen von Listen, als ein Arbeitsvorgang gewertet werden. Dies werde, so die Befürchtung der GdP, eine Niedergruppierung einiger Angestellter zu Folge haben, was faktisch einer Gehaltskürzung entspricht. Um dagegen laut zu protestieren, wird auch die GdP-Kreisgruppe Northeim am Protestzug am 24. November in Hannover teilnehmen. Start ist um 10 Uhr am Schützenplatz in Hannover. Eine Zwischenkundgebung findet vor dem Finanzministerium statt. Die Ankunft auf dem Opernplatz erfolgt bis etwa 11 Uhr. Dort findet die Kundgebung statt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 27. und 28. November anberaumt. 

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