Andrea Schrader ist Hobbyfotografin, liebt ungewöhnliche Orte und Inszenierungen

Ein bisschen „spooky“

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Andrea Schrader ist mit Leidenschaft und vielen Ideen mit der Kamera unterwegs.

NORTHEIM „In Northeim und Umgebung gibt es so viel zu entdecken, man muss nur genau hinschauen“, sagt Hobbyfotografin Andrea Schrader, die gern nach Feierabend und am Wochenende mit ihrer Kamera auf Motivsuche geht.

Dabei reicht es ihr oft nicht nur, einfach das Motiv abzulichten, sondern sie inszeniert gerne die Darstellung, bringt Menschen in ungewöhnliche Positionen, mit besonderen Accessoires oder origineller Kleidung. Zu den spannenden Orten, die sie auswählt, gehören nicht irgendwelche Hochglanzkulissen, sondern auch alte Industrie­anlagen, Steinbrüche aber auch Lost Places. Gerade im Harz hat sie schon einige ungewöhnliche Motive in verlassenen Sanatorien fotografiert. Oft begleitet von ihre Tochter, die dann zum Beispiel in Abendkleid an diesen verfallenen, maroden Orten posiert. So baut sie Spannung auf. „Es darf gern ein bisschen spooky sein“, betont sie. Aber auch andere originelle Ideen hat sie schon fotografisch umgesetzt, so zum Beispiel einen Mann mit Klo, Tisch und Stehlampe in den Northeimer Kiessee gesetzt. „Mir ist es wichtig, dass meine Bilder Geschichten erzählen“, betont sie und fügt gleich an, dass sie noch 1.000 Ideen habe. Seit ihrem zwölften Lebensjahr fotografiert Schrader und hat dabei einen eigenen Stil entwickelt, Menschen und Augenblicke festzuhalten. Ständig ist sie auch auf der Suche nach besonderen Kleidern, Masken oder Utensilien, die sie in ihre Fotos einbinden kann. Viele ihrer Fotos sind in Schwarz-Weiß. „Damit reduziert man das Motiv auf das Wesentliche“, betont Schrader ihren Ansatz. Ganz in Schwarz-Weiß kommt auch der neue Northeim-Kalender für 2019 daher. In Zusammenarbeit mit Verleger Tobias Janus wurde der Kalender mit Fotos von Schrader zusammengestellt. „Die Fotos dafür sollten nicht zu schräg sein“, erklärt Schrader, weshalb sie sich bei der Auswahl der zwölf Motive eng mit Janus abgestimmt habe. Aber wie es zu Schrader passt, sind die Motive nicht nur reine Postkartenidylle, sondern neben einem interessanten Blick auf den Wieterturm, werden auch der Fußgängertunnel am Bahnhof, das Kieswerk und die Rhumebrücke auf ungewöhnliche Weise abgelichtet. Den neuen Northeim-Kalender für das kommende Jahr gibt es zu 9,95 Euro in der Buchhandlung Grimpe zu erwerben. (rgy)

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