Verabschiedung von Schulleiter Thomas Bader

Ein Stern zieht weiter

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Ein Stern, der seinen Namen trägt: Das Kollegium der Schule im Kirchtal verabschiedet seinen Schulleiter Thomas Bader (2. v. r).

Langenholtensen – Nach 14 Jahren war es so weit. Der Schulleiter der Schule im Kirchtal, Thomas Bader, wurde im feierlichen Rahmen von seinen Schülern, Kollegen und alten Weggefährten aus dem Schuldienst verabschiedet.

Dank einer seiner Leidenschaften, der Raumfahrt, zog sich das Thema Sternstunden durch das gesamte Sommerfest. 

14 Jahre, 560 Unterrichtswochen oder 2.800 Unterrichtstage. Es gibt viele Wege die Zeit, die Bader als Lehrer und Schuleiter an der Schule im Kirchtal verbracht hat, zu zählen. In dieser Zeit habe er viele Sternstunden erlebt. Die erste im laufenden Schuljahr war die Einschulung, die sogar das Thema „Sterne“ trug. „Wir richteten unseren Blick nach oben“, erklärte Bader in seiner kurzen Rede. Es sei ein Zeichen dafür, dass man sich beim Lernen streckt, ein Ziel vor Augen habe. Es sei besser, sich an schwierige Aufgaben zu wagen, als abgeschlafft nach unten zu schauen und nur bei dem zu bleiben, was man schon kennt. Aber auch danach gab es viele weitere Sternstunden. Im Unterricht, in dem gelacht, aber auch geweint, sich gefreut und ge­ärgert, gespielt und gestaunt wurde. „Ich muss gestehen: Von euch habe ich so viel gelernt, aber weise bin ich noch nicht. Auch Große lernen immer noch weiter“, sagte Bader zu seinen Schülern. In seinen 40 Jahren als Lehrer, davon 20 als Schulleiter, habe er viel erlebt. In der Schule im Kirchtal gab es auch Highlights wie die Einführung der Ganztagsschule und das Afrika-Projekt. Die Zusammenarbeit in allen Aufgaben mit den Nachbarn im Ort und der Stadt habe er immer genossen. Nicht nur Bader blickte auf seine Zeit in der Schule zurück. Nachdem die Kinder der vierten Klasse stellvertretend für die Schule „Ein Hoch auf dich, auf Thomas Bader“ gesungen hatten, lasen weitere Schüler einige der guten Wünsche vor, die sie an über 80 Heliumballons gebunden hatten. Sie dankten für seinen ständigen Einsatz und seine Hilfsbereitschaft, die AG-Angebote und den tollen Unterricht. Wünschten ihm alles Gute für die langen Ferien, viel Zeit mit der Familie und, dass er auch einmal Urlaub außerhalb der Ferienzeit machen kann. Das Kollegium erinnerte sich an einige der eindrücklichsten Momente, die sie mit ihm erlebt hatten. So sind nicht nur seine leuchtenden Augen, als er der neuen Kollegin vom Schulwald erzählte, wie er einen kühlen Kopf behielt, wenn er von Fragenden umzingelt wurde und wie gemeinsam nach der verloren gegangenen Kaffeekanne gesucht wurde im Kopf. Auch seine Vorstellung als neuer Schulleiter, seine Begeisterung und Engagement, die er dabei ausstrahlte und das grüne Sakko, das er trug, prägten sich bei den Kollegen ein. Gesanglich bedankte sich das Kollegium für die Zeit und stimmte gemeinsam zu „Ein Stern der deinen Namen trägt“ an. Zur großen Über­raschung Baders hatten sie ihm nicht nur ein Sternen­mobile gebaut und ihm einen eigenen in der kleinen Schularena auf den Boden gemalt sondern auch einen eigenen geschenkt: Der Stern REG-EIFST-600025492-1 wurde von ihnen auf den Namen Thomas Bader getauft und die entsprechende Urkunde feierlich überreicht. Regierungsschuldirektor Stefan Hetzer hat sich zur Verabschiedung die komplette Personalakte Baders vor­genommen und alle 600 Seiten durchgearbeitet. „Jede sechste Seite ist so wichtig, dass sie vorgestellt werden müsste“, erklärte er und hob stattdessen eine Auswahl besonder Stationen hervor. So Baders erste Stelle als Rektor ab dem 27. März 1999 in der Grundschule Greene, seine Bewerbung am 11. Januar 2005 auf die Stelle des Schulleiters in Langenholtensen und auch eine besondere Belastungsprobe: 2012 und 2013 war er zusätzlich zu seinen Aufgaben an der Schule im Kirchtal auch der Leiter der Astrid-Lindgren-Grundschule in Northeim. „Zähneknirschend hat er damals diese Aufgabe angenommen“, erklärte Hetzer. „Nochmal einen herzlichen Dank dafür.“ Bader sei immer ein Lehrer gewesen, der die Freude an der Pflicht gelebt und wahrgenommen habe. Seine Berufung war von Leidenschaft geprägt und er habe immer Sorge für den Erhalt der Schule getragen und, dass sie Bestandteil des Ortes bleibt. Feierlich überreichte Hetzer die Austrittsurkunde an Bader. Seine Nachfolge tritt Julia Schröder an. Weitere Fotos gibt es in unserer Galerie

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