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Abschied nach 41 Jahren

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Verabschiedung Christian Baufeldt
Christian Baufeldt (stehend) verabschiedet sich als Klavierlehrer der Musikalischen Jugendförderung. Nachfolgerin ist Jinghui Lu (rechts). © Marco Wolff/nh

Northeim – Der Klavierlehrer der Musikalischen Jugendförderung Northeim, Christian Baufeldt, beendet seine Lehrtätigkeit nach 41 Jahren. Aus diesem Anlass wurde er von Eltern, Schülern und Kollegen vor wenigen Tagen mit einer Verabschiedungsfeier überrascht. 

Organisiert wurde die Feier von Baufeldts Kollegen Carsten Armbrecht, Sabine Harborth-Constien und Thomas Constien, Familie Benthe sowie ehemaligen Schülern. Die Leitung der Musikalischen Jugendförderung obliegt weiter Baufeldt, daher bleibt er auch deren Ansprechpartner. 
Für den Klavierunterricht hat er eine Nachfolgerin gefunden: Jinghui Lu übernimmt alle bisherigen und neue Schüler. Sie hat in China und Göttingen Musikwissenschaft und Sinologie studiert und blickt bereits auf eine langjährige Tätigkeit als Klavierlehrerin zurück. „Die Liebe zur Musik und ein Instrument sind die einzigen Voraussetzungen“, sagt Lu über das Klavierspielen.
Seit 1981 hatte Baufeldt mehr als 1.000 Klavierschüler unterrichtet und war oft morgens der erste in der Schule, da sein Unterricht bereits um 7 Uhr begann. Sein Übungsraum war seit Jahrzehnten im Musikbereich des Corvinianums. „Da du abends zudem oft auch noch der Letzte warst, kann man sagen, dass du hier nebenbei auch als Hausmeister tätig warst“, scherzte Constien während der Überraschungsfeier über Baufeldts enorme Präsenz an der Schule.
In einer kurzen improvisierten Ansprache dankte Baufeldt für die gelungene Überraschung und erläuterte sein Verständnis als Klavierlehrer: „Ich hatte es selbst als Schüler hier am Corvi nicht immer leicht und weiß daher, wie schwer das Lernen fallen kann. Daher habe ich immer Geduld und Verständnis, wenn es mal nicht so voranging im Spiel. Ich glaube, das haben meine Schüler auch gespürt und geschätzt.“ Dass er als Lehrer auch ein großer Seelsorger und so gar nicht Peitschentreiber war und gerade damit die jungen Klaviertalente so enorm fördern konnte, war auch an dem Abschiedsgeschenk der Eltern und Schüler deutlich zu erkennen: 42 liebevoll gestalte kleine Keilrahmen ergaben zusammengeschraubt ein großes Mosaik der Dankbarkeit, das die Beziehung, die zu den Schülern entstanden war, auf beeindruckende Weise deutlich machte. 

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