Schwerpunktkontrolle des gewerblichen Güterverkehrs am Autohof

126 Verstöße bei Lkw-Kontrollen geahndet

LKW-Kontrolle Parpkplatz Leineholz A7
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Der Güterverkehr wird regelmäßig von der Polizei kontrolliert. Auch auf dem Parkplatz Leineholz auf der A7 fanden bereits einige Kontrollen statt.

Northeim – Der Wettbewerb im Transportgewerbe wird immer größer und führt unter anderem dazu, dass einige Firmen Sicherheitsrisiken im Straßenverkehr, wie Überschreitung der Lenkzeit oder unterlassene Fahrzeugwartungen, bewusst in Kauf nehmen. Gut 40 Angehörige der regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Göttingen aus Göttingen, Hildesheim und Northeim führten daher am Donnerstag von 8 bis 14.30 Uhr auf dem Autohof Northeim ganzheitliche Kontrollen des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs durch. Unterstützt wurden sie dabei vom Zoll, vom Bundesamt für Güterkraftverkehr, das Gewerbeaufsichtsamt Göttingen und vom Landkreis Northeim.

Wie bei zurückliegenden Kontrollen wurden auch am Donnerstag zahlreiche Verstöße und erhebliche Mängel festgestellt, die mitunter zu einer Untersagung der Weiterfahrt führten. So transportierten gleich zwei Unternehmen lange Konstruktionshölzer, die deutlich über die Ladefläche der Fahrzeuge hinausragten, so dass in beiden Fällen die hinteren Ladetüren offen standen. Besonders unglücklich war in einem Fall der Umstand, dass die Ladung mit etwas mehr Aufwand durchaus ordnungsgemäß hätte verstaut werden können. Hierfür wäre es nur erforderlich gewesen, einige einzelne an der vorderen Bordwand angelehnte Europaletten vor der Beladung herunterzunehmen und diese, statt vor, direkt auf der eigentlichen Ladung zu platzieren. Beiden Fahrzeugführern wurde die Weiterfahrt untersagt, einer der Fahrer konnte nach Umladung mittels Kran seine Türen wieder ordnungsgemäß schließen und seine Fahrt fortsetzen.
Bei einem Gefahrgut-Lkw stellten die Beamten fest, dass wegen der nicht ordnungsgemäß durchgeführten Ladungssicherung ein äußerer Transportbehälter eines Containers beschädigt wurde. Glücklicherweise trat die beförderte Säure noch nicht aus, die Weiterfahrt musste dennoch untersagt und ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden.
Bei einem gewerblichen Fahrzeug der Sprinterklasse war zwar ein EG-Kontrollgerät verbaut, der Fahrer war jedoch nicht im Besitz einer Fahrerkarte. Ob ein ordnungsgemäßer Aufschrieb des Tachographen überhaupt noch möglich gewesen wäre steht zu dem auf einem anderen Blatt – das alle zwei Jahre zu prüfende Gerät hatte bereits seit neun Jahren keine vorgeschriebene Wartung mehr erhalten.
Bei den insgesamt 106 kontrollierten Fahrzeugen konnten zusammengefasst folgende Mängel festgestellt werden: 67 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten (Mehrfachverstöße eines Fahrers möglich), vier Verstöße gegen Bestimmungen der Kabotage-Verordnung, sechs Mal technische Mängel, 30 Mal mangelnde Ladungssicherung, drei Mal zollrechtliche Bestimmungen, 14 allgemeine Verstöße gegen die StVO (zum Beispiel überhöhte Geschwindigkeit, Handynutzung, Ignorieren der Gurtpflicht und ähnliches) sowie zwei Gefahrgutverstöße.
„Die Vielzahl an Beanstandungen zeigen erneut die Wichtigkeit dieser Kontrollen“, betont die Polizei. Die Verkehrssicherheit von Kraftfahrzeugen und dem Fahrpersonal sei von grundlegender Bedeutung, um Verkehrsunfälle zu verhindern. Die Polizei Northeim wird aufgrund der zahlreichen Feststellungen daher auch zukünftig ähnliche Kontrollen durchführen.

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